Skip to Content

Faust

Die Geschichte eines Sklaven 1. Buch Kap. 24 - Unvergesslich

 

24. Unvergesslich

Sie gingen die Treppe hinauf in den ersten Stock. Tom spürte, dass ihm das Essen wieder etwas Kraft gab und wie sich seine Erregung unter dem Kleid, jetzt da sein Penis wieder frei war, regte. Es war schön, das Kleid wieder tragen zu dürfen. Er musste es zwar immer wieder ein Stück herunterziehen, da es ihm bei jedem Schritt und jeder Stufe über seine Oberschenkel strich und hochrutschte, doch fühlte er sich nicht mehr so eingesperrt und femininer. Sie betraten nacheinander ein großes Schlafzimmer. An der rechten Wand stand ein gewaltiger Kleiderschrank, dessen Türen mit Spiegeln versehen waren. In der Mitte des Kleiderschrankes befand sich ein kleiner Durchgang mit einer Tür. Ein Himmelbett stand in der Mitte der linken Wand gegenüber dem Schrank. Das Bett war zwei mal zwei Meter und hatte ein Metallgestell. Die chromfarbenen Rohre stützten einen Baldachin, der mit weißem Tüll bespannt und umwickelt war. Der Boden war mit weichem Teppich ausgelegt und an der Eingangstür gegenüberliegenden Wand, stand ein Schminktisch zwischen den hohen Fenstern mit Blick in den Garten.

Marie und Tom mussten sich vor das Bett hinknien. Die Gesichter einander zugewandt. Ihre Brüste reckten sich ihm aus den Öffnungen des Kleides entgegen. Ihr Nippel waren zwar nicht mehr mit den Klammern und der Kette verbunden, doch die Haut war stark gerötet und zeigte Spuren von grober Benutzung. Der Anblick ließ die Beule in seinem Kleid größer werden. Dem Sklaven, sein Name war Tobias, wurde befohlen, seinen Lendenschurz abzulegen. Er entblößte ein mächtiges Glied, welches schlaf an ihm herunterhing. ´Stell Dich zwischen die beiden. Schwanz zu Marie, Arsch zu Tanja.´ befahl ihm Simone. Und als er sich hingestellt hatte sprach sie weiter ´Und Ihr beiden rutscht näher an ihn ran. Tanja, Du leckst ihm seinen Arsch und Marie, Du lutscht seinen Schwanz.´ dirigierte sie weiter. Tom gehorchte, wenn auch langsam. Er rutschte in gebückter Haltung von hinten zwischen die Beine von Tobias. Seine schwarzen Latexfinger legte er auf die Pobacken und zogen sie auseinander. Dann streckte er sich vorwärts und ließ seine Zunge dazwischengleiten.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
deepthroat1969
4.8975
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 4.9 (8 Bewertungen)

In den Händen der Oruks II

Zum ersten Teil : 
In den Händen der Oruks

 

...so, hoffe die Absätze sind da smiley

Teil II hab ich heute gefunden...und festgestellt, dass ich ihn noch gar nicht eingestellt habe (oder Megs??)...Geschichte handelt in einer fiktiven Welt, die stark an ein bekanntes Buch angelehnt ist, das auch schon verfilmt wurde...ratet mal...

Eona war lange Jahre bei den Oruks, sie konnte fliehen und wird gerade von Nanja verhört, ihm erzählt sie ihre Lebensgeschichte, wie sie von ihrem Dorf als "Auserwählte", wie auch andere aus ihrem Dorf, zu den Oruks geschickt wurde, um diesen zu dienen.

Dazu wird sie noch ausgebildet, von anderen Menschen, die ebenfalls den Oruks dienen...hoffe es gefällt...ist mal was anderes...aber sehr hart..


 

Sie brachte Suol weg, und wir saßen nun alleine vor Lisa, die nun aufstand und eine ganz andere Haltung zu Tage stellte, sie sagte mit fester Stimme, „zuerst entfernt ihr Euch eure Schamhaare. Mit einer Salbe werden wir dafür sorgen, dass an eurem ganzen Körper nicht ein Haar mehr wächst!“ sie holte aus dem Korb eine Rasierklinge und reichte sie Zoe, „los, rasier Deine Freundinnen!“.
Zoe schaute ratlos zu ihr auf, Lisa holte mit ihrer Hand aus und schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht, „Befehle werden nur einmal gegeben!“ schrie sie, Zoe fiel auf die Seite und schützte dabei ihren Kopf mit ihren Händen, „rasier endlich Deine Freundinnen, sonst rasiere ich Dich nachher und es könnte sein, dass ich dann mehr abschneide als nötig!“ sie war immer noch wütend, schnell grabbelte ich daher zu Zoe und spreizte meine Beine, damit sie mich zuerst rasieren konnte.

Zoe fing sich endlich und fing an, mich mit dem scharfen Messer trocken zu rasieren, was nicht ohne war.
Zu meiner Überraschung erregte es micht, dass mich fremde Hände an meiner intimsten Zone berührten, ich wurde regelrecht Feucht und fantasierte tatsächlich davon, dass mir Zoe einen oder zwei Finger in meine Möse stecken würde, was in der Situation vollkommen unpassend war!
Als ich zwischen meinen Beinen ganz blank war, kümmerte sie sich um ihre Schwester und rasierte diese.
Lisa ging wieder zu der Tasche, holte einen Tiegel und kam zu mir, kniete sich vor mich und cremte mich dann mit der Salbe ein.
Sie brannte höllisch auf der Haut, Lisa erklärte mir dabei ganz ruhig, „wir werden die Salbe ein paar Mal auftragen müssen, danach werden an Deinem Körper keinerlei Haare mehr wachsen! Arme hoch!“ befahl sie mir, ich nahm sie soweit hoch, wie es mir die Ketten erlaubten und Lisa cremte mir auch die Achselhöhle mit dem brennenden Zeugs ein.
Auch bei Zoe und Sohara wiederholte sie die Prozedur, die beide vor Schmerzen aufschrien, worauf Lisa Zoe nochmal eine klatschte, „Dich werde ich zu mir in die Gruppe holen! Ich werde aus Dir eine Speichelleckende Hure machen, die um Schwänze und Oruks Sperma betteln wird!“ drohte sie ihr, worauf Zoe auch noch anfing zu heulen.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
ingtar
5.188236
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.2 (17 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Epilog

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 50

 

EPILOG

Am Tag danach

Jeder, der an diesem Morgen im Rotlichtbezirk der thailändischen Hauptstadt erwacht und gerade dabei war, aus seiner Traumwelt in die Realität zurückzufinden, spürte sofort, dass etwas passiert sein musste. Wieder politische Konflikte zwischen Parteien und Lobbys oder putschte gar das Militär? Was sonst konnten all die Sirenen bedeuten? Wessen Wohnung im richtigen Stadtteil lag und zudem über ein Fenster mit der richtigen Blickrichtung verfügte, konnte den Grund des Getöses auf einen Blick erkennen. Eine große, dicke Rauchsäule stand über einem der Rotlichtbezirke, wahrscheinlich von einem Großbrand verursacht, der durch die Feuerwehr bekämpft werden musste.

Bei dem Gebäude handelte es sich um ein ehemaliges Bezirkskrankenhaus und Katastrophenschutzgebäude. Stundenlang hatte der Brand bereits gewütet, bis die Feuerwehr sich endlich Zugang zum Gelände verschafft und das Feuer zu bekämpfen begonnen hatte. Gegen das an sich schon sehr robuste Stahltor waren auch noch Kleinbusse gestellt worden, die es zusätzlich von innen blockiert hatten. Gemäß den ersten Ermittlungsergebnissen der Polizei hatte ein Mafiaboss seinen eigenen Tod zu inszenieren versucht und dabei in Kauf genommen, dass dafür Hunderte Menschen ihr Leben verlieren würden.

Über zweihundertfünfzig Menschen hatten sich im Gebäude aufgehalten, vornehmlich in einem großen Saal, um einer Sadomaso-Show beizuwohnen, die am gestrigen Abend dort aufgeführt worden war. Noch Während der Veranstaltung waren die Zuschauer und Darsteller eingesperrt und ein Brandsatz gezündet worden, der beinahe das ganze Gebäude zerstört hat. Nur wenige Menschen hatten die Nacht überlebt, darunter einige deutsche Touristen, die, wie sich später noch herausstellte, von der Mafia als Zwangsprostituierte gehalten worden waren.

Vielleicht hätte die Polizei den Aussagen der beiden jungen Männer keinen Glauben geschenkt, wenn nicht der dritte psychisch nachhaltig gestört gewesen wäre und ein einheimischer Privatdetektiv sowie die deutsche Botschaft Beweise für die Richtigkeit vorgenannter Aussagen vorgelegt hätten. Eine junge Domina war wegen Beihilfe zum Menschenhandel festgenommen und in ein Untersuchungsgefängnis gebracht worden, ebenso die ehemalige Chefin des Klubs, die nach wie vor behauptete, dass sich die jungen deutschen Männer freiwillig in ihrem Klub angeboten hätten.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.486898
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.5 (29 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 50

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 49
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Epilog

 

Vierzigster Tag, nachmittags, Bangkok

Nori hielt sich von Christian und Long fern. Unter keinen Umständen durfte sie riskieren, dass Wang Verdacht schöpfen und vom Tausch erfahren würde. War eine Flucht mit ihrem Sklaven denn überhaupt noch möglich? Zunächst kaum merklich, dann immer deutlicher spürte sie eine Gefahr auf sich zukommen, die von Stunde zu Stunde bedrohlicher wurde. Je weiter die Tageszeit voranschritt, desto näher kam der Moment, da Wang sein Vorhaben in die Tat umsetzen würde. Und dieser Plan hatte mit dieser Show zu tun, dessen war sich die Domina jetzt sicher.

Nachdenklich durchquerte sie die Vorhalle, in der Jasmin und einige Mädchen des Klubs damit beschäftigt waren, das Büffet aufzubauen und Sektgläser bereitzustellen. Die rothaarige Frau schien in ihrem Element zu sein und, wohl dank ihrer Arbeit, die letzten Stunden und Tage ausblenden zu können.

Zwei von Wangs Männern verschoben das Rednerpult an den linken Rand der Bühne und fluchten laut, als einer von ihnen sich mit seinem Bein im Kabel des Mikrofons verfing und beinahe der Länge nach hingeschlagen wäre, hätte es nicht nachgegeben. Als sie das Pult endlich weisungsgemäß positioniert hatten, eilte der kleinere der beiden Schergen über die Bühne und verschwand durch eine Öffnung, die im Bühnenboden eingelassen war, während sich der andere eine Zigarette zwischen die Lippen steckte und in seinen Taschen nach einem Feuerzeug suchte.

„Was machst Du da, Du Idiot? Willst Du uns alle umbringen?“

Bonian schoss heran, schlug dem unvorsichtigen Lakaien die Zigarette aus dem Mund und zog ihn von der Bühne.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.39478
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (23 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 49

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 48
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 50

 

Vierzigster Tag, vormittags, Bangkok

Nori befand sich in einem Zustand totaler Resignation. Ihr so sorgfältig ausgeklügelter Plan war nicht aufgegangen, Wang würde sie mitnehmen, Christian wahrscheinlich sterben.

Es durfte einfach nicht sein. Der Junge musste überleben und an ihrer Seite bleiben, war er doch der erste Mensch seit vielen Jahren, in dessen Nähe sie sich wohlfühlte und zufrieden war.

Die Domina zwang sich, an etwas anderes zu denken, und blickte aus dem Seitenfenster des Kleinbusses, der sich im Schritttempo durch den dichten Verkehr mühte. Hochhäuser säumten die belebten Straßen der Innenstadt, das bunte wie geschäftige Treiben auf denselben kündete vom pulsierenden Leben dieser Millionenmetropole. Vielleicht war es das letzte Mal, dass sie all dies zu sehen bekam.

Mit Wang in einem abgelegenen Dschungelverschlag hausen, ihn rund um die Uhr bedienen, sich von ihm jederzeit vergewaltigen und quälen lassen? Gerade von jenem Mann, der ihr das Einzige genommen hatte, das eine wirkliche Bedeutung in ihrem Leben gehabt hatte? Sie würde ihn töten, oder sich selbst, früher oder später. Eine andere Lösung kam ihr nicht mehr in den Sinn.

Der Bus kam zum Stillstand. Das Totenkopfgesicht riss seine Hände in die Luft und ließ sie wieder aufs Lenkrad fallen. Er schimpfte und fluchte wie Satan persönlich. Wahrscheinlich hatte Wang auch von ihm Pünktlichkeit eingefordert.

Nori gab sich keiner Illusion mehr hin, dieser Stau verzögerte das Unvermeidliche, vermochte es aber nicht zu ändern. Ihr Plan war gescheitert, die Option auf Freiheit verspielt. Sie hatte nur noch eine einzige Karte, die sie ausspielen konnte, doch dafür war sie noch nicht bereit.

Sie lehnte sich zurück und starrte auf die Kopfstütze des Beifahrersitzes. Sie mochte Menschen gebrochen und in den Wahnsinn gefoltert haben. Aber getötet? Das war für sie nie in Frage gekommen. Vielleicht auch deshalb, weil Wang und seine Männer sich stets selbst so bereitwillig darum gekümmert hatten.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.374734
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (19 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 48

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 47
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 49

 

Vierzigster Tag, morgens, Bangkok

„Wang?“

Der Pate öffnete die Augen. Nori stand neben dem Bett und war bereits fertig angezogen. Langsam streckte ihr der Alte seine rechte Hand entgegen, um sie sich küssen zu lassen.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.451
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.5 (20 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 47

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 46
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 48

 

Neununddreißigster Tag, später Abend, Bangkok

„Bist Du fertig?“

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.454
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.5 (20 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 46

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 45
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 47

 

Neununddreißigster Tag, früher Abend, Bangkok

Mehr als zwei Stunden lag Nori schon eng an Christians Körper geschmiegt im Bett und versuchte sich durch die Nähe seines Körpers und die damit einhergehende Geborgenheit von ihren Sorgen und Ängsten abzulenken.

Der Junge hatte die Augen geschlossen und bewegte sich nicht, während er gleichmäßig atmete. Dennoch ahnte die junge Frau, dass er nicht schlief. Sein Körper wirkte auf seltsame Weise angespannt, Nori konnte seine Angst vor ihr förmlich spüren.

Neuerlich fühlte die Domina diese beinahe unsägliche Wut in sich aufsteigen, dieses machtvolle Gefühl, das die Bindung zu ihm in den vergangenen Wochen immer wieder zerstört hatte. Sie wollte ihn endgültig besitzen, er sollte sich ihr vorbehaltlos und unwiderruflich schenken, nicht mehr mit seiner Rolle hadern und endlich begreifen, dass sie allein sein künftiges Lebensglück bestimmen und darstellen würde.

Die dominante Thailänderin erinnerte sich an die vergangene Nacht, in der sie Sklavin gewesen, von Wang erbarmungslos geprügelt und zweimal auf ungemein demütigende Art und Weise vergewaltigt worden war. Sie hatte es hingenommen, widerstandslos über sich ergehen lassen, Schmerz und Qual ausgeblendet, war in eine Lethargie versunken, die ihr geholfen hatte, all dies zu ertragen. Vielleicht war sie es, die Christian fehlte? Sie hatte seinen Blick gesehen, als Wang ihr immer und immer wieder ins Gesicht geschlagen, sie gewürgt und gedemütigt hatte, und auch, als er sich zwischen ihre Beine gezwängt hatte. Vielleicht hatte Christian sich in ihr selbst gesehen? Und sie als Wang?

Nori presste ihre Stirn an Christians Rücken. Nein! Wang hatte ihr nie Nähe oder Zärtlichkeit geschenkt. Die Küsse des Paten hatten lediglich seinen Besitzanspruch untermauert, seine Streicheleinheiten nichts als höhnischer Spott auf das, was er in ihr sah und sich von ihr zu nehmen gedachte.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.410908
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (22 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 45

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 44
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 46

 

Neununddreißigster Tag, morgens, Bangkok

Müdigkeit und Erschöpfung waren in den letzten Tagen zu Chais treuen Begleitern geworden. Beinahe stündlich hatten sich die Ereignisse überschlagen. Chai selbst, wie er resignierend feststellen musste, hatte keinerlei Kontrolle über oder wenigstens Einfluss auf die Vorgänge. Die Mächtigen Thailands schienen die Chance zu sehen, die eigenen Westen reinwaschen zu können, und in Wang ein geeignetes Opfer gefunden zu haben, das sowohl im eigenen Land als auch international einiges an Aufmerksamkeit erregen würde.

Welche Vorstellungen Chai doch gehabt hatte. Er hatte fest angenommen, dass die staatliche Maschinerie erst mühselig in Gang gesetzt werden musste, stattdessen hatte sie sich vom eigentlichen Auslöser der Ereignisse völlig entkoppelt.

„Weißt Du etwas Neues? In der ganzen Stadt waren gestern und auch heute noch Sirenen zu hören. Die haben sogar Militär aufgefahren. Was ist passiert, Chai?“

Der Ermittler las die Nachrichten auf seinem Handy. Tatsächlich hatte die Polizei eines der Häuser gestürmt, in denen man Wang vermutet hatte. Es sollen Drogen gefunden worden sein, nebst regelrechten Waffenarsenalen, mit denen terroristische Anschläge verübt werden sollten. Wie zur Bestätigung hatte man ihm ein Foto von zwei verstümmelten Leichen zugesandt, die im Haus eines einflussreichen Kommunalpolitikers an einem Treppengeländer aufgehängt worden waren. Bei beiden handelte es sich um Chinesen, die mit Beamten der Staatssicherheit Kontakt gehabt hatten.

„Ich weiß es doch selbst nicht genau, Arlak. Einsatzkräfte der Polizei haben Wangs Hauptquartier zwar gestürmt, aber nur unwichtige Handlanger festgenommen. Der Pate selbst hält sich versteckt und lässt sich anscheinend nicht so schnell überrumpeln, wie man wohl angenommen hat. Ich mache mir Sorgen, Arlak. Wie kann ich die Jungen noch retten unter diesen Umständen? Sie haben doch jegliche Priorität verloren. Selbst wenn sie jetzt durch Wang umkommen, würde das nur seine Rolle als Scheusal bestätigen und die Offiziellen würden jede Schuld oder Mitverantwortung von sich weisen. Sie könnten einfach behaupten, weder Mühen noch Mittel gescheut zu haben, um ihn dingfest zu machen, und die Öffentlichkeit hätte nicht den geringsten Anlass, ihnen nicht zu glauben.“

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.205
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.2 (20 Bewertungen)

Das Bangkok-Syndikat - Teil 44

Zum ersten Teil : 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 43
     Nächster Teil: 
Das Bangkok-Syndikat - Teil 45

 

Achtunddreißigster Tag, abends, Bangkok

Wang sah sich suchend im Zimmer um, dann entdeckte er einen jungen Mann, der, mit kurzen Ketten gefesselt und einem breiten Stahlhalsband um den Hals, die Fremden erschrocken musterte.

„Ist er das?“

Mit hochgezogenen Augenbrauen drehte sich der Alte zu Nori um und verwies gleichzeitig die beiden Malaien mit einer eindringlichen Handbewegung nach draußen. Man sah den beiden an ihrem breiten Grinsen deutlich an, dass sie die Szene zu amüsieren schien.

Nori nickte und trat an den jungen Deutschen heran.

„Warte, Wang! Ich bringe ihn weg.“

Der Pate zeigte ein spöttisches Lächeln, packte die Domina am Oberarm und hinderte sie an ihrem Vorhaben.

„Warum? Er ist doch bloß ein Sklave. Lass ihn hier, er kann ruhig zusehen, wie Du Dich um Deinen Herrn kümmerst, solange ich hier bin.“

Nori konnte es nicht verhindern. Das Blut wich ihr aus dem Gesicht, nur mit eiserner Willenskraft hielt sie ihre Beherrschung aufrecht.

„Was …?  Was ist passiert?“

„Das ist eine längere Geschichte. Auf jeden Fall bin ich dankbar für Deine Gastfreundschaft, die Du mir selbstverständlich so angenehm wie irgend möglich gestalten willst. Ich liege damit doch richtig, nicht wahr?“

Wang spürte, wie sehr Nori mit seiner Anwesenheit zu kämpfen hatte. Es erheiterte ihn, dass diese Frau ihre Angst auch nach so vielen Jahren nicht vor ihm verbergen konnte.

„Wir machen es uns so richtig gemütlich. Du wirst sehen, es wird wie in alten Zeiten.“

Nori starrte vor sich auf den Boden und mied den Blick des Paten. Er sollte ihre Verzweiflung nicht sehen. Erinnerungen kamen in ihr hoch, die selbst ihr abgrundtiefer Hass auf diesen Mann nicht zu unterdrücken vermochte.

„Zieh Dich aus! Ich will Dich nehmen!“

Nori bückte sich sofort und öffnete die Reißverschlüsse ihrer Stiefel. Sie hatte oft genug am eigenen Leib verspürt, wozu dieser Mann imstande war. Jetzt holte der Pate sie zurück in eine Vergangenheit, aus der sie mit allen Mitteln zu flüchten versucht hatte.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
senalex
5.37
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (22 Bewertungen)
Inhalt abgleichen


about seo