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Maledom

Nacktes Mädchen zum Dessert

 

1.Teil: Eine fremde Welt

Sabine und Martin sind wieder einmal völlig pleite. Stipendium und die kleinen Zuwendungen der Eltern reichen einfach nicht zur Finanzierung ihres Studiums und zum teuren Leben in der großen Stadt. Natürlich versuchen sie, sich durch Gelegenheitsjobs immer wieder etwas dazuzuverdienen. Aber das Geld ist meistens schon alle bevor der Monat zu Ende ist. Und woher dann die Miete für die kleine Dachwohnung nehmen, Gas-, Strom- und Handyrechnungen bezahlen und das Service für das alte Auto? Von Urlaub ganz zu schweigen!

Sabine blättert mit großen Augen die Wochenendbeilage der Zeitung mit den Reiseberichten durch. Wie schön das wäre, mit Martin am Strand unter Palmen zu liegen oder eine aufregende Fernreise in ein fremdes Land zu unternehmen. Martin sieht sie kopfschüttelnd an, wie sie sich mit roten Ohren Urlaubsfantasien hingibt. Wo doch das Geld doch schon für die täglichen Ausgaben hinten und vorne nicht reicht.

Aber auch er kann sich dem Zauber der Situation nicht entziehen. Seine junge schlanke Freundin liegt nur mit einem Freizeithemd von ihm bekleidet auf dem alten Sofa. Ihre langen blonden Haare sind noch feucht vom Waschen, die kleinen festen Brüste lugen zwischen den offenen Hemdknöpfen hervor. Nicht einmal einen Slip hat sie angezogen und ihre glatte Spalte glänzt frisch eingecremt nach dem Epilieren. Er nimmt ihr die Zeitung aus der Hand, küßt sie auf die vollen Lippen und streichelt ihren Hals.

"Wär doch geil, jetzt an so einem Traumstrand zu liegen und beim Rauschen der Wellen im Hintergrund miteinander zu schlafen!", flüstert sie ihm ins Ohr. "Und wie!", seufzt er. "Doch woher das Geld dafür nehmen?" Er schließt die Augen und träumt von heißem Sex am Strand mit seiner Sabine.

"Bei meinem letzten Job für das Cateringservice hat mich so ein alter reicher Sack angesprochen", erzählt Sabine. "Der hat mir seine Visitenkarte gegeben und gemeint, er hätte immer etwas für mich zu tun, wenn ich mir wieder einmal etwas Geld verdienen wolle." "Ich kann mir schon vorstellen, was Du für den tun sollst", schnaubt Martin verächtlich.

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baer66
4.68
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BDSM-Geschichten Autor

Seine sadomasochistischen Exzesse ließen eine triebhafte Natur vermuten, doch in Wahrheit war er ein disziplinierter, bis zur Zwanghaftigkeit auf ein Ziel ausgerichteter Mensch. Die Ausschließlichkeit, mit der er sich der Literatur verschrieb, offenbarte sich nach der Orgie: die Suche nach literarisch verwertbarem Material war für mehrere Wochen, oft Monate abgeschlossen, er verharrte in seinem Kabinett - Tag und Nacht bei zugezogenen schweren Vorhängen und elektrischem Licht – und sezierte seine Erinnerung. Er legte einzelne Gemütsregungen frei, seine und die des Opfers, ordnete sie systematisch, suchte nach präzisen und prägenden Begriffen. Erst dann, als die Realität in Worte gesetzt war, ließ er der Phantasie freien Lauf und begann an einer Geschichte zu arbeiten. Immer wieder glaubte er, dass sein Vorrat des Erlebten nun endlos weiterreichen könne, und verabschiedete sich innerlich von der Realität. Doch immer wieder versiegte der Schreibstrom und er musste erneut auf die Jagd.

 

Manchmal arbeitete er aber wie ein Maler: er gab dem Model fein verknotete schmerzspendende Seile um den Leib, regelte ihr Stöhnen mit einem Knebel auf eine angenehme Lautstärke runter und setzte sich zum Schreibtisch in ihrer Nähe. In diesen Stunden entstanden manche wertvolle Improvisationen, - da schien er die Schmerzfluide direkt aus der Luft eingefangen zu haben.

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TaugeniX
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Texas Hold'em 6: Strenge Frau Lehrerin

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Texas Hold'em 1: Sophia all in!
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Texas Hold'em 5: Trainingsabend

 

Alle Rechte der nachfolgenden Inhalte liegen bei Jo Phantasie

 

„Du gibst also deinem Vater Widerworte, ja?“ drohend steht Maria vor Alexander, der noch nicht so richtig weiß, ob das jetzt zum Rollenspiel dazugehört, oder ob sie tatsächlich so schrecklich empört ist. Maria ist aber auch wirklich eine gute Schauspielerin, ausgebildet natürlich von dem besten Sexlehrer der Welt. Nachdem wir noch einen weiteren Abend geübt hatten, war sie danach schon fast selbst überzeugt, die „strenge Frau Lehrerin mit dem Rohrstock“ zu sein. Obwohl ich Frauen in solchen Positionen eigentlich irgendwie erschreckend finde, gibt es eine, der ich es echt gönne, so ein Instrument in der Hand zu halten: Maria.

Meine Belohnung für meine unermüdliche Ausbildungsarbeit, sie wird schon noch kommen!

Obwohl Alexander sie um einige Zentimeter überragt, steht sie direkt vor ihm, hat ihn an die Wand gedrängt und sein Kinn fest in der Hand. Sein Kopf hatte sie dabei so weit nach hinten geschoben, dass dieser mit einem lauten „Rums“ an die Wand gekracht war. Eigentlich ist Alexander natürlich stärker, aber im Moment so verwirrt, dass sein durch Marias Handgriff verzerrtes Gesicht schon fast wieder bemitleidenswert aussieht.

„Hab kein Mitleid mit dem verwöhnten Sohnemann, dann hast du verloren!“, das war mein strategischer Ratschlag an sie: „Keinen Zentimeter zurückweichen, immer in Angriffsposition und mit jeder Minute diese Position steigern und für ihn sozusagen ‚unerbittlicher‘ machen!“ Genauso führte sie es jetzt auch durch. Sie sollte auch auf keinen Fall mit dieser Nummer „Er liegt auf Marias Knien“ anfangen. Das war zwar von ihm so gewünscht worden, aber auch Mark war der Meinung, mit dem Wünschen, dem Vorschreiben, wie es abzulaufen hätte, damit sollte es ein für alle Mal vorbei sein.

Maria hat einen klassischen schwarzen Minirock an, dazu dunkle Nylonstümpfe mit einer Naht, die den Eindruck einer „English Teacher“ perfekt machen. Eigentlich benötigt sie keine Brille, aber diese Fenstergläser mit schwarzem Rand setzen dem Ganzen die Krone auf.

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Jo Phantasie
5.505
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Menu surprise accompagné

 

Der kleine österreichische Anteil an der weiten Pannonischen Tiefebene im Burgenland ist eine stille ländliche Gegend voller idyllischer Weinberge, ausgedehnter Obstgärten und verschlafener Bauerndörfer rund um den Neusiedler See. Wenn man weiß wie, kann man sich dort ungeahnter sinnlicher Genüsse erfreuen. Wer sich einem erfahrenen Guide anvertrauen möchte, mag weiter lesen.

Das "Hofgassl" ist ein nettes Lokal für feine Speisen am historischen Rathausplatz der alten ungarischen Freistadt, das sich kreativen kulinarischen Genüssen von ausgesuchten regionalen Produkten verschrieben hat. "Absolute Frische und professionelle Zubereitung stehen im Mittelpunkt. Essen und Trinken als Gesamterlebnis!" heißt es im Prospekt.

 

1. Gang: Hors d'Oeuvres

Gebackenes Ei mit weißem Spargel auf Kartoffelschaum     

Sauvignon Blanc, Weingut Tremmel

 

Der Chef persönlich bringt das Amuse gueule von der passierten Tomate mit selbstgebackenem Brot und kaltgepreßtem Olivenöl. Kaum habe ich den duftigen Sauvignon Blanc verkostet, wird auch schon die kleine warme Vorspeise serviert: Gebackenes Ei mit weißem Spargel auf Kartoffelschaum.

Herrlich natürliche Aromen, duftende Kräuter aus dem eigenen Garten zwischen den uralten Steinmauern, frische heimische Spargel, zarter Kartoffelschaum und ein dünn paniertes Ei, das nach seinem feinen Geschmack einfach von einem glücklichen Huhn gelegt worden sein muß. Herz, was willst Du mehr?

Die zierliche brünette Kellnerin mit ungarischem Akzent nimmt das Gedeck weg und bringt auf einem Silbertablett eine dünne schwarze Reitgerte. Dann entfernt sie sich schweigend.

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baer66
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Tigerkatze - Teil 17

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Tigerkatze - Teil 1
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Tigerkatze - Teil 15 und 16

 

Hallo ihr Lieben,

Lieben Dank für die vielen Kommentare. Ich hoffe, dass es für euch weiterhin spannend und spaßig bleibt. Damit wünsche ich euch wieder viel Spaß beim Lesen

EURE FOXY

 

17

 

In den nächsten Stunden herrschte eine hektische Betriebsamkeit in der Villa. Zwei Polizeibeamte kamen, um den Sachverhalt aufzunehmen und Wanda und Leila zu befragen. Ein Notarztteam fuhr die Einfahrt hinauf und zwei junge Ärzte kümmerten sich um die Verletzungen der beiden Frauen. Robert setzte alle Hebel in Bewegung, damit die Kameras sofort überprüft und bei Bedarf repariert wurden und Sam trommelte ein ganzes Sicherheitsteam zusammen, das die beschädigte Tür erneuerte und zusätzliche Sicherungen im ganzen Gebäude anbrachte.Josh war während der ganzen Zeit nicht mehr zu sehen. Er hatte sich sofort nach dem Vorfall zurückgezogen. Wahrscheinlich überlegte er, wie er Sam wieder beschwichtigen konnte.
Obwohl Lorna sich sicher war, dass dies, Sams Gesichtsausdruck nach zu schließen, kein leichtes Unterfangen würde. Sie war Leila und Wanda die ganze Zeit nicht von der Seite gewichen. Später war auch Michaela zu ihnen gestoßen, die jetzt allerdings ihre Sachen packte und die Villa bald verlassen würde. Als sie von Joshs Stelldichein mit Romy erfahren hatte, war ihr klar geworden, dass er ihre Gefühle nicht erwiderte. Oder wenn doch, dass ihre nun langsam abflauten. "Wenn er diese Kuh flachlegt, dann auch jede andere", hatte sie sich traurig eingestanden und sich von ihren Freundinnen verabschiedet.

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Foxy
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Hausmädchen 4

Zum ersten Teil : 
Hausmädchen 1
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Hausmädchen 3

Lieber Besuch
Copyright by SIR A
Bitte um Entschuldigung, aber hier hatte ich kein Internet!

Es hatte sich Besuch angekündigt. Ein befreundeter Meister, den ich über das Internet kennen und schätzen gelernt hatte und mit dem ich, trotz Auswanderung, einen ziemlich regelmäßigen Mailkontkat gepflegt hatte, wollte nun seinen wohlverdienten Urlaub bei uns verbringen.
Also ließ ich von Katja und Steffi, deren „Urlaub“ bei uns sich dem Ende zuneigte, das Gästezimmer für den befreundeten Meister - ich will ihn ab hier „Sir Steven“ oder nur Steven nennen - vorbereiten. Seine Sklavin sollte auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin sowieso im Keller in einem Käfig übernachten.
Zufälligerweise sollten unsere Gäste am selben Tag ankommen, an dem auch Steffi wieder abreisen mußte. Um Steffi ein „bleibendes“ Andenken an ihren Aufenthalt bei uns zu hinterlassen, beorderte ich Steffi am Abend vor ihrer Abreise in den Keller.
„Na Steffi, Dein Urlaub ist ja nun beendet; hat es Dir denn gefallen, bei uns?“ fragte ich, quasi als „Einleitung“. Ganz entzückend devot und Unterwürfig antwortete sie mit einem gehauchten: „Ja, gnädiger Herr“. „Na, dann sollte ich mich wohl nochmal mit Dir beschäftigen, oder was meinst Du dazu?“ fragte ich sie. Ihre Antwort fiel ganz wie von mir erwartet aus: „Tun Sie mit mir, was immer Sie wollen, Herr; für eine letzte Behandlung wäre ich Ihnen sehr dankbar!“.
Zunächst hatte ich beschlossen, daß ihre Titten sie noch für einige Zeit schmerzhaft an ihren Aufenthalt bei uns erinnern sollten. Also dirigierte ich sie zum Stehpranger und spannte sie dergestalt in die Löcher, daß sie den Pranger rücklings hatte und sich die Decke des Kellers in Ruhe einprägen konnte. Man kennt ja einen Pranger: drei Löcher, eins für den Hals und zwei um die Hände zu fixieren. Das Opfer wird dann, wenn es sich um eine längere Strafbehandlung handeln soll, mit dem Gesicht nach UNTEN im Gerät fixiert. Diese Haltung ermöglicht, Berichte und Unterlagen aus dem Mittelalter beweisen es, eine Strafbehandlung über einen Zeitraum von mehreren Stunden bzw. Tagen; durch die dadurch erzwungene Haltung offeriert das Opfer seine Rückpartie jeder Art von Schlagwerkzeugen.
Aber das lag gar nicht in meinem Sinn. Was ich heute mit Steffi vorhatte, benötigte nicht soviel Zeit; deshalb fixierte ich Steffi in der schon beschriebenen Art und Weise. So konnte ich bequem an die Stellen gelangen, die ich heute „benutzen“ wollte. Steffi wurde gezwungen, eine sogenannte „Brücke“ zu biegen und dadurch die Titten , den Unterbauch und die Votze zu präsentieren.
Durch elektro-mechanisches Absenken des Halteriegels erreichte ich eine noch stärkere Spannung ihrer Rückenmuskulatur - wenn ich jetzt nicht Schnell handelte, würde Steffi sich früher oder später, bedingt durch Verkrampfungen, selbst Strangulieren. Das war natürlich nicht in meinem Sinn und deshalb griff ich sofort zu einer „Streichelpeitsche“ und wärmte damit Steffi’s Vorderfront von den Titten an Abwärts bis hin zu der blankrasierten Mädchenvotze. Steffi wand sich in ihrer unbequemen Stellung unter den Schlägen, gab aber keinen Ton von sich.
Jetzt wollte ich sie schreien hören; also nahm ich die Reitgerte. Die Reitgerte klatschte gezielt auf die Titten, die Zitzen und auf bzw. in die Votze und Steffi schrie, bis sie heiser war. Kurz bevor sie Ohnmächtig wurde, stellte ich das Schlagen ein und entlud meinen aufgestauten Druck in die wundgeschlagene Votze. Anschließend gönnte ich Steffi eine kurze Ruhepause, die ich dazu nutzte, mich im Naßbereich zu Duschen.

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Sir_A
4.02
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Engelhaft

Familie Degenhard ging ins Restaurant der Ferienanlage ihres philippinischen Urlaubsdomizils, dessen Gästebereich, eine weitläufige Holzveranda, ein Palmendach überspannte. Der Abendwind rauschte in den Blättern und aus versteckten Lautsprechern erklang dezente Klaviermusik. Übermäßig voll war es nicht. Es gab genug freie Tische, doch Sabrina, die achtzehnjährige Adoptivtochter der Degenhards, entdeckte eine Familie, deren Sohn ungefähr in ihrem Alter sein musste. Sie kamen vor knapp einer Woche zusammen an. Dem Englisch der Eltern hatte man angehört, dass auch sie aus Deutschland stammten. Bisher hatte sich jedoch keine Gelegenheit ergeben, mit den Dreien bekannt zu werden. Sabrina stupste ihren Vater mit dem Ellenbogen in die Seite und nickte in die Richtung.

Thomas Degenhard, ein sportlicher Frühfünfziger, fuhr sich mit der Hand über seine von den Jahren entblößte Kopfhaut und schaute fragend zu seiner Frau. Veronika Degenhard zuckte mit den Schultern und sagte: »Naja, wir haben uns. Für Sabrina wäre es Anschluss in ihrem Alter. Die silbergraue Fraktion hat hier ja offenbar das Übergewicht und ansonsten habe ich  nur Pärchen gesehen«

»Kannst du ihn nicht am Strand ansprechen?«, fragte Thomas.

Sabrina machte eine unauffällige Fingerbewegung in Richtung des Jungen und schüttelte den Kopf. Ihre Mutter fügte hinzu: »Das stimmt. Ich hab ihn auch noch nie am Strand gesehen. Sei doch mal ein netter Vater.«

Thomas setzte eine gespielt empörte Mine auf und beschwerte sich  entsprechend beleidigt: »Ich bin immer ein netter Vater.«

Er warf einen um Bestätigung bittenden Blick zu Sabrina. Das blonde Mädchen zwinkerte ihm zu, zog ihn an der Schulter zu sich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Derartigen Argumenten hatte ihr Vater nichts  entgegenzusetzen. Er fügte sich in sein Schicksal und ging seinen Damen voran.

»Guten Abend«, grüßte er die Familie mit ineinandergelegten Händen. »Dürfen wir, soweit in der Ferne, für das Abendessen eine kleine Landeskolonie mit Ihnen gründen?«

Der andere Familienvater, ein Mann mit grauen Locken, gesunder Sonnenbräune, kleinem Bierbauch und ungefähr in Thomas Alter, schaute fragend zu seiner Frau und seinem Sohn. Mutter und Sohn hatten die gleiche, rotblonde Haarfarbe und einen hellen Teint, der im Gesicht des Jungen mit einigen Sommersprossen gesprenkelt war, was ihm ein lausbübisches Aussehen gab. Die Mutter schien wenig begeistert von der Idee, war von der Situation aber überfahren. Sie wusste nicht, wie sie sich aus der Affäire ziehen sollte, ohne unhöflich zu wirken. Ihr Mann war den Degenhards offenbar mehr zu getan, und da sein Sohn gar nicht reagierte, gestattete er es schließlich mit einer einladenden Handbewegung.

»Aber bitte doch.«

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FlorianAnders
5.54769
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Ein Leben für die Kunst

Die gedämpften Schritte der Besucher hallten durch die weitläufigen Hallen der Kunstgalerie. Einige Gäste unterhielten sich leise murmelnd, andere ließen interessierte Kennerblicke über die ausgestellten Exponate schweifen. An den weiß getünchten Wänden hingen Gemälde, meist Werke abstrakter Kunst, dazwischen kubische Skulpturen und wild flackernde Videomontagen. Ein älteres Ehepaar, sie, üppig mit aufgetürmter Frisur und pompös, er, klein mit gelblichem Teint und schütterem Haar, stand vor einem kleinen Tableau und musterte ein wenig ratlos die darauf abgebildeten acht roten Rechtecke. „Hier steht,  dass der Künstler mit seinem Werk die Gegenstandslosigkeit der Kunst ausdrücken wollte, Herbert“, las die Frau ihrem gelangweilten Gatten viel zu laut vor und ließ dann seufzend den schweren Ausstellungskatalog sinken. „Interessant, nicht wahr, Herbert?“, verlangte sie zu wissen und ihr Begleiter nickte gequält. „Ja, Gerlinde, sehr aufregend.“ Natürlich log der Mann, wünschte sich insgeheim weit, weit weg von diesem Ort, am Besten auch von seiner verhassten Ehefrau.

Aber der servile Herbert hoffte vergebens auf rasche Erlösung. Missmutig trottete er seinem herrischen Weib hinterher, die bereits in den nächsten Saal voranpreschte. Kaum hatte er aber den nächsten Ausstellungsraum in dem für ihn typischen kraftlos schlürfenden Gang betreten, hellten sich seine eingefallenen Gesichtszüge auf. Wie vom Donner gerührt stand seine ansonsten nie um eine bissige Bemerkung verlegene bessere Hälfte vor einer Installation, die selbst ein so kümmerliches Männerherz wie seines schneller schlagen ließ. Keine Bilder oder Plastiken zierten den Raum, sondern von der hohen Saaldecke spannte eine schwere Kette, an deren Ende ein würfelförmiger Käfig baumelte. Kühles Scheinwerferlicht leuchtete den eisernen Kubus aus und brachte seinen Inhalt, die eigentliche Ungeheuerlichkeit, zur schockierenden Geltung. In dem engen Gefängnis kauerte eine dunkelhaarige Frau mit Pferdeschwanz, vollständig unbekleidet, den Kopf teilnahmslos gegen eine Querstrebe gelehnt. Ihre dünnen Arme baumelten zwischen den eisernen Gitterstäben, die schmalen Handgelenke mit schweren Ketten aneinander gefesselt. Mit obszöner Gleichgültigkeit hielt sie ein bloßes Bein angewinkelt und gab den Blick auf eine goldene Vibratorzunge, Gipfel der Schamlosigkeit, frei. Leise summte der Apparat in ihrem halb geöffneten Schoß und der erstaunt nach Luft schnappende Herbert kam nicht umhin das kleine Rinnsal zu bemerken, welches matt schimmernd zwischen ihren Schenkeln hinab rann. Verblüfft fragte sich der hagere Mann, ob ihnen hier doch nur eine lebensechte Skulptur, ein Werk des Hyperrealismus, präsentiert wurde. Aber der blanke Busen der ausgestellten Frau hob und senkte sich im Rhythmus ihrer regelmäßigen Atemzüge und ihre geschlossenen Augenlider flackerten schwach. Ohne jeden Zweifel standen er und seine matronenhafte Gefährtin vor einem lebenden Menschen.

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George Shield
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Susanna im Bade

 

1. Teil: Nackt im Kunsthistorischen Museum

 

Elisabeth, eine junge, engagierte Lehrerin für Kunsterziehung an einem Wiener Gymnasium, sieht toll aus mit ihrem burschikosen schwarzen Bob, ihrer sportlichen Figur und ihrem verschmitzten Lächeln. Ihre Augen blitzen, besonders wenn sie über Malerei redet.

Ihre freien Tage verbringt sie gern im Kunsthistorischen Museum. Schon der Anblick des pompösen klassizistischen Gebäudes, das die kaiserlichen Kunstsammlungen beherbergt, läßt ihr Herz höher schlagen. Andächtig schreitet sie die große Freitreppe hinauf, die von der Aula unter der Kuppel in den ersten Stock zur Gemäldegalerie führt. Die Statue des Theseus, der den Zentauren besiegt und die beiden Kaiserbüsten sind schon fast so etwas wie Freunde geworden, die der Besucherin freundlich zuzunicken scheinen.

Die italienischen Meister Tizian, Tintoretto, Veronese, Reni und all die anderen rechts. Die Deutschen und Holländer von Altdorfer und Dürer bis zu Rubens und Van Dyck links. Sie kennt und liebt sie alle.

Am meisten genießt Elisabeth es jedoch, wenn sie eine stille halbe Stunde alleine vor einem einzigen Meisterwerk verweilen und seine Wirkung in sich aufnehmen kann. Sie ruft sich die gezeigte Geschichte in Erinnerung, überlegt, welche vergleichbaren Darstellungen ihr einfallen und geht dann ganz beglückt vom Eindruck des Kunstwerks wieder hinaus.

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baer66
4.68
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Siaras Meister (Teil XI)

Zum ersten Teil : 
Siaras Meister (Teil I)
  Vorheriger Teil: 
Siaras Meister (Teil X)

 

Kapitel 12: Siara zwischen Schnee und Eis

 

Das Papier begann, an den Rändern einzureißen. Sie hatte es so oft zusammen und wieder auseinander gerollt und dennoch fand sie immer wieder Punkte, die sie übersehen hatte. Vor ihr auf dem Boden hatte sie alles ausgebreitet, was sie bisher beisammen hatte. Von den Kleidern bis hin zu einfachen Dingen wie Lederfett hatte Reskor ihr genauestens vorgegeben, womit sie die Satteltaschen füllen sollte und die Präzision seiner Angaben ließen sie nicht daran zweifeln, dass er keine Abweichung dulden würde.

Noch einmal zählte sie Pergamentbögen und Federkiele durch, dieses Mal stimmte ihre Zahl. Der Meister hatte ihr auch etliches aufgelistet, dass sie für ihn besorgen sollte, darum reihten sich neben ihren Gürteln und ihrem Winterumhang auch mehrere Armlängen Seil, Siegelwachs und, was ihr am wenigsten behagte, ein Instrument, dass gewiss nicht zur Dressur seines Pferdes geschaffen war. Die Gerberin der Stadt, welche auch für ihre Fingerfertigkeit im Bearbeiten des Leders berühmt war, hatte den Auftrag schon vor einiger Zeit von ihm erhalten, doch Siara war es gewesen, die es hatte abholen müssen. Beim skeptisch fragenden Blick der Elfe war ihr das Blut in die Wangen geschossen und als sie ihr die Machart erläuterte wurde es nicht besser. Still und konzentriert hatte sie sich erklären lassen, welches Holz als Kern verwendet worden war, und mit welchem Leder die flache, breite Schlagfläche ummantelt sei. Sie war der Gerberin sehr dankbar dafür gewesen, dass sie keine weiteren Fragen an sie richtete und gegangen, so schnell es ihr die Höflichkeit erlaubte.

An anderen Tagen hätte sie es Reskor nachgetragen, sie so unvorbereitet in diese Situation zu schicken, doch überwog im Augenblick die Dankbarkeit darüber, dass er tatsächlich einigen Aufwand betrieben hatte um zu vertuschen was geschehen war. Vor einer Woche war sie einem der Lehrlinge über den Weg gelaufen, der gesehen hatte, wie sie von Reskor am Ohr durch den Gang geschleift worden war. Er grüßte sie freundlich und nichts in seinem Blick verriet, dass er sich an irgendetwas erinnerte. Tares und Lirya waren ein wenig verwundert darüber gewesen, dass sie so plötzlich im Auftrag ihres Meisters unterwegs sei.  Der heitere Elf hatte sie im Spaß gefragt, ob Reskor sie nun auch als nächtlichen Assassinen einsetzen würde, Liryas Nachhaken aber war ernst gemeint.

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Niamaren
5.335002
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