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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 6

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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 7

 

Vater, Mutter, Kind

Gerd war einfach nur todmüde, in diesem Moment und das obwohl er sein freies Wochenende hatte. Er hatte sich auf die Couch gelegt, den Fernseher angestellt und folgte einer lebhaften, aber ziemlich geistlos wirkenden Diskussion einer Politiktalkrunde.

Mein Gott, was hatte ihn die Kleine auf Trapp gehalten. Lisa hatte zwar nicht direkt darüber geklagt, dass die Mama nicht zu Hause war, aber dafür ständig an seinem Rockzipfel gehangen. Ob das Verlustängste waren? Xena war noch nie, schon gar nicht über Tage hinweg, von ihrer Tochter ferngeblieben, abgesehen von Tagen an denen ihre Kleine bei den Großeltern geblieben war.

„Es gibt doch wirklich nur noch Mist!“

Er schüttelte, frustriert vom Programm, seinen Kopf, schaltete das TV aus, legte die Fernbedienung auf den niedrigen Glastisch ab und rollte sich auf die Seite. Einfach Ruhe, nichts weiter. Er schloss seine Augen, die Gedanken verblassten, endlich wurde alles zum nichts….

„Papi! Ich muss auf die Toilette!“

Gerd blinzelte, sich mühsam wieder an das Licht gewöhnend. Sein kleiner blonder Engel, blickte ihn mit ihren großen, blauen Augen erwartungsvoll an, ihre Karlson-vom-Dach-Puppe dabei in ihren Händen haltend.

„Aber Du weißt doch wo sie ist, mein Schatz. Du kannst das alleine. Und Du hättest dazu nicht mal die Treppen heruntersteigen müssen.“

„Mami lässt immer das Licht an.“

Gerd stutzte. Ihm war nie aufgefallen, dass Xena das Badlicht für Lisa  angelassen hatte. Ach Scheiße! Er musste sich erst einmal wieder sammeln.

„Warte kurz, Prinzesschen, ich muss mich erst mal finden.“

Er lächelte zu ihr herunter, doch sie verstand nicht was er meinte. Aber Papa würde für sie aufstehen, dass reichte ihr.

Langsam, mit gequälten Gesicht, raffte er sich auf, blickte auf seine kleine Tochter herunter, innerlich von der Couch bereits Abschied nehmend. Er kannte Lisa. Es würde nicht nur bei dem Licht bleiben.

„Komm! Gehen wir nach oben.“

Er nahm sie bei der Hand und zusammen gingen sie aus dem Wohnzimmer heraus, in den kleinen Flur, wo eine enge Wendeltreppe nach oben, in den ersten Stock hinauf, führte.

„So, Süße. Das Licht ist an, dort ist das Klo und ich warte in Deinem Zimmer auf Dich, einverstanden?“

Lisa nickte. Er wollte hinter sich die Tür schließen, dann hörte er auch schon ihr piepsiges Stimmchen.

„Nicht zumachen!“

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sena
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Stimmungsarmband - Teil 2

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Stimmungsarmband - Teil 1
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Stimmungsarmband - Teil 3

 

Während der Fahrt in die Innenstadt saßen wir beide gemeinsam auf der Rückbank des Taxis. Noch in der Flughafenhalle musste ich mich erst einmal vor einem Spiegel etwas „ordnen“. Nach den Ereignissen vor und während des Fluges fühlte ich mich körperlich und seelisch ausgelaugt. Der Beinaheorgasmus und der stetige Erregungslevel hatten mir ein kontinuierliches Lächeln und eine rosige Gesichtsfarbe verliehen, die immer noch anhielt. Natürlich versuchte ich mehrfach meine Gedanken auf eine mögliche Flucht zu lenken, aber die sofort entstehenden Schmerzen machten dies unmöglich. Stattdessen versuchte ich zu ergründen was Marc mit mir auf einer SM-Messe wollte. Klar hatte ich schon mit ein, zwei Exfreunden einige Fesselspielchen im Bett gehabt. Aber im Nachhinein musste ich feststellen, dass die Jungs nicht besonders talentiert waren. Jedenfalls konnte ich mich nicht richtig „fallen lassen“. Ich empfand das Ganze als interessant und reizvoll, aber doch nur als kleine Abwechslung. Die „50 Shades“-Bücher habe ich natürlich auch gelesen und konnte mich recht gut in Anastacia hineinversetzen. Der passende Milliardär ist mir bislang aber nicht über den Weg gelaufen.

Nach etwa 20 Minuten Fahrt, bei denen ich ungewohnt unelegant mit geöffneten Beinen da saß, erreichten wir schon die Niederlassung meiner Firma. Marc folgte mir wie selbstverständlich in das Gebäude. Mit kleinen Schritten ging ich zum Empfangstresen. Dort gab ich der Dame die gewünschten Unterlagen. Sie nahm den Ordner entgegen: „Vielen Dank Frau Becker. Wir wünschen Ihnen einen guten Rückflug“. Somit hatte mein Aufenthalt in der Firma weniger als 10 Sekunden gedauert. Ich hatte eigentlich noch damit gerechnet mit jemandem zu sprechen oder einen Kaffee zu trinken. „Auf zu unserem nächsten Termin“ sagte mir Marc in der Drehtür auf dem Weg nach draußen.

Den Straßennamen den er dem Taxifahrer nannte kannte ich nicht, aber ich merkte bald, dass wir nach St.Pauli fuhren. Angekommen versuchte ich reflexartig sofort wieder das Weite zu suchen, aber die gespürten Peitschenhiebe auf dem Rücken überzeugten mich sogleich wieder, in die Nähe des Mannes mit der Fernbedienung zu gehen. Er nahm mich wie selbstverständlich in den Arm und wir liefen ein kleines Stück. Wenn ich nicht von ihm überrumpelt und sozusagen gekidnappt worden wäre, hätte ich mich an seiner Seite gar nicht mal so unwohl gefühlt. Außerhalb des Flughafens fiel mir neben seinem selbstbewussten Auftreten erst richtig sein gutes Aussehen auf.

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rgho
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Hannah und der Meister - Teil 1

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Hannah und der Meister - Teil 2

 

Hannahs Welt

Mein Name ist Hannah, ich bin eine junge Studentin, 24 Jahre alt, studiere Betriebswirtschaftslehre an einer Universität im Südwesten Deutschlands. Auf den ersten, auch auf den zweiten Blick eine brünette, schlanke, attraktive junge Frau – und „normal“, wie meine Mitmenschen gerne sagen.

Mein Studium finanziere ich unter anderem durch einen Nebenjob in der Buchhaltung einer mittelständischen Baufirma. Dort sitze ich auch heute, an einem kühlen, regnerischen Spätsommertag. Es ist für die Jahreszeit schon sehr frisch.

Ich bin meistens schon früh um sieben Uhr am Arbeitsplatz, von dem sie aus dem Fenster auf den Rhein sehen kann. Um diese Uhrzeit ist es noch ruhig in der Firma, meine Kollegin, eine ältliche Dame, die Chef-Buchhalterin, Frau Adam, ist bereits schon da, aber mit Abrechnungen beschäftigt, so dass ich noch meine Gedanken wandern lassen kann.

Mich beschäftigen derzeit einige Dinge, vielleicht bin ich etwas melancholisch, ja grüblerisch. In meiner Beziehung steht es nicht zum Besten, mein Freund Ralph ist ein selbstbewusster, wenig sensibler Enddreißiger. Er bietet mir immerhin ein Maß an Sicherheit, sowohl in materieller wie auch in seelischer Hinsicht. Ich fühlt sich bei ihm zu hause, wenn auch nicht unbeding t geborgen. Ein Haus möchte man bisweilen von innen und außen renovieren, so ähnlich steht es um die Beziehung zwischen mir und Ralph. Es läuft nicht mehr so gut, viele Dinge haben sich im Alltag routiniert eingeschliffen, er nimmt vieles – auch mich – für selbstverständlich und kümmert sich nicht mehr um uns, wie er es vor vier Jahren noch getan hat, als wir uns kennen lernten. Trotz meiner etwas angespannten finanziellen Situation habe ich mir mit meiner Studentenbude auch immer noch einen letzten Schlupfwinkel gegönnt. Eigentlich könnte ich schon längst bei meinem Freund einziehen, aber auf sein Angebot habe ich bisher immer verzichtet, meistens mit etwas fadenscheinigen Ausreden, wie „so kann ich besser lernen“. Letztlich arrangiert ich mich mit der jetzigen Lebenslage, wer weiß, aus fehlendem Antrieb, meiner Aversion gegenüber Risiken im Alltag.

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Shining Abyss
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 5

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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 4
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 6

 

In ihrem kleinen Arbeitszimmer saß Aneliese über ihrem Laptop und klappte ihn abrupt zusammen. Ein Telefonat mit ihrem künftigen Angetrauten stellte für sie eher eine Belastung da, als ein Grund zur Freude. Er schien ja ganz in Ordnung zu sein, aber seine Ansichten standen zumeist konträr zu den ihrigen, was ein gemeinsames Leben sicher erschweren würde. Im nächsten Jahr sollte er das erste Mal nach Deutschland kommen, eine Tatsache mit der sich die junge Inderin nicht anfreunden konnte. Ein Mann der in der Heimat ihrer Eltern auf dem Land aufgewachsen und mit Ansichten behaftet war, die sich in den letzten Jahrhunderten, zumindest außerhalb der Städte, nicht großartig verändert hatten.

Sie seufzte, kraulte ihrem Hündchen Ashna das Fell, das zu ihren Füßen hockte und überlegte wie sie sich auf andere Gedanken bringen könnte. Thao hatte sich seit zwei Tagen nicht bei ihr gerührt. Besuch war deren Erklärung gewesen, ein Umstand den Aneliese nur begrüßen konnte. Hoffentlich war das für Thao ein Schritt in die richtige Richtung um wenigstens ein Stück von ihrem Exfreund loslassen zu können. So lieb sie auch die Freundin hatte, so schwer fiel es ihr oft, Thao aus ihrer dunklen Stimmung herauszuhelfen.

Ob sie mal nach oben gehen durfte? Thao hatte ihr von der Freundin erzählt, die sie schon viele Jahre lang nicht mehr gesehen hatte. Auch Karl kannte sie und beide hatten ihr damals einiges zu verdanken gehabt. Thao war nicht weiter darauf eingegangen, aber für einen Moment schien es so, als ob sie sich in den Erinnerungen daran verloren hatte.

Aneliese gab kurz entschlossen ihrer Neugier nach. Was soll´s, für ein paar Minuten würde sie nach oben gehen, vielleicht waren die beiden ja auch gar nicht zu Hause. Kurz fiel ihr Blick auf Ashna, der freudig zu ihren Füßen mit seinem Schwänzchen wedelte und erwartungsvoll zu ihr aufsah. Ob sie ihn mitnehmen durfte? Sie entschied sich dagegen und bat das Tier auf sie zu warten, was es mit einem quälenden Jaulen zur Kenntnis nahm und sich vor der Wohnungstür ablegte. Aber was half es, nicht jeder konnte Hunde leiden und in ihrem Land galten sie sogar als unrein, vor allem in spiritueller Hinsicht. Auch ihr Bräutigam hatte seine Bedenken geäußert, was Ashna betraf, sich aber schließlich gefügt, als er spürte wie ernst sie es mit ihrem Haustier nahm.

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sena
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Nur mal Umschauen (Teil 3)

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Nur mal Umschauen - Teil 1
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Nur mal Umschauen - Teil 2

 

„Dreh dich nicht um“, sagte mein Retter. „Ich werde dir jetzt für 10 Sekunden deinen Knebel herausnehmen. Du wirst keinen Ton sagen. Wenn du verstanden hast, nickst du.“ Ich hatte verstanden, deshalb nickte ich. Diese 10 Sekunden Entspannung für meine gestresste Kiefermuskulatur wollte ich mir nicht versauen. Nach kurzer Zeit spürte ich, wie in meinem Nacken an dem Schloss des Ballknebels herumgefummelt wurde. Dann ein leises Klicken und mir wurde die dicke Gummikugel sanft, aber bestimmt aus dem Mund gezogen. Beinahe wäre mir ein „Mann, das wurde verdammt Zeit“ entglitten. Aber zum Glück brach ich rechtzeitig ab, um nur ein uneindeutiges „Mmmm“ vernehmen zu lassen.

„Ich möchte nicht, dass du wieder so einfach Gefahr läufst, dass dir jemand so leicht die Luft abschneiden kann“. Mein erster Gedanke war: „Oh, OK also kein Knebel mehr.“ Doch gleich nach einem „Weit aufmachen“, wurde mir wieder etwas in den Mund geschoben. Diesmal ein Ringknebel. Wenn mich mein theoretisches Fachwissen nicht getäuscht hat, war es ein sogenannter Spidergag. Aus Metall. Und ziemlich groß. Und natürlich wieder abgeschlossen. Das war wohl vom Regen in die Traufe. Aber zumindest hatte ich nun eine große Atemöffnung und war nicht von den kleinen Nasenlöchern in der Latexmaske abhängig.

„So meine Süße. Die Zeit läuft. Viel Spaß noch“. Ein Klaps auf den Po und weg war er. Als ich mich umgedreht hatte, konnte ich ihn nur noch kurz von hinten sehen, bevor er um die nächste Ecke entschwand. Inzwischen war es ja offensichtlich: Es war der Mann aus dem SM-Shop. Jener der mich eigentlich erst so richtig in diese Misere gebracht hat. Wobei… war es eigentlich eine Misere? Oder war es eine Situation die ich mir schon lange erträumt hatte.

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rgho
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 4

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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 3
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 5

 

Liebe Leser, da der zweite Teil von Senalex im Moment wenig Zeit hat, schreibe ich erst einmal unter meinem eigenen Nick weiter. Also bitte nicht wundern, wenn ihr wieder auf mehr Fehler stoßt, meine Fähigkeiten sind, hinsichtlich der deutschen Sprache, eher begrenzt. 

Lieben Gruß. 

Eure Sena

 

Das Wiedersehen mit Xena

Mit schrillem Ton kündigte die Türglocke Thao ihren Besuch an. Sie blickte noch einmal zurück in die Wohnung, aber es schien alles in Ordnung zu sein. Eigentlich war es auch egal, Xena hatte früher nie durchblicken lassen, dass sie es damit besonders genau nahm.

Die junge Frau strich sich eine schwarze Strähne aus ihrem Gesicht, drückte den Türöffner und hörte wie unten die Haustür ging, dann knallten auch schon, in regelmäßigem Takt, der Klang von Stiefelabsätzen nach oben. Thao ging zum Geländer und blickte nach unten.

„Xena?!“

Thao hörte ein altbekanntes Lachen von unten.

„Was machst Du auf, Kleine, wenn Du nicht weißt wer vor Deiner Tür steht?“

„Ich wollte nur sicher gehen ob Du noch Deinen Namen kennst, schließlich kann man bei Blondinen nicht vorsichtig genug sein.“

Erneut füllte Xenas Lachen den Hausflur, dann nahm ihre Freundin auch schon den letzten Treppenabsatz. Thao eilte ihr entgegen, umarmte sie, unfähig ihre Gefühle in diesem Moment zurückzuhalten.

Xena blieb gerührt stehen, schloss die zur Frau gewordene Freundin in ihre Arme und ließ gerührt deren Gefühlsausbruch über sich ergehen. Sie wartete geduldig bis Thao sich gesammelt hatte und mit Tränen in den Augen zu ihr aufblickte. Es schien ihr peinlich zu sein, dass sie es nicht vermochte sich vor ihr zu beherrschen.

„Du hast Dich verändert, Thao. Du bist eine Frau geworden.“

Thao grinste, und kämpfte darum, die richtigen Worte zu finden. Sie deutete auf ihre Wohnung und bat die Freundin, mit einer einladenden Geste, hinein.

Xena sah aus wie früher, nur ihre Kleidung war jetzt deutlich einfacher gehalten, als in ihren früheren Jahren. Schwarze Stiefel, Bluejeans, dazu eine schwarze, tief ausgeschnittene Bluse, zeigten Thao, dass ihre Freundin jetzt vor allem praktisch dachte. Nur ihr Gesicht war genauso aufwendig geschminkt, wie das der Xena aus ihrer Erinnerung.

„Hast Du Hunger?“

Xena verneinte dankend und folgte Thao in das Wohnzimmer.

„Lass mal, vielleicht später, ich würde gerne erst mal ankommen. Ein Kaffee wäre super, wenn Du hast.“

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sena
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Nur mal Umschauen - Teil 2

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Nur mal Umschauen - Teil 1
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Nur mal Umschauen (Teil 3)

 

Wider Erwarten fand der erste Teil meiner kleinen Geschichte meist guten Anklang. (und ja, das war das erste Mal seit der 10ten Klasse Realschule (also seit etwa 30 Jahren), dass ich mal wieder etwas geschrieben habe.

have fun


 

Nur mal Umschauen (Teil 2)

 

Na super, dachte ich. Jetzt bin ich hier vollkommen auf mich alleine gestellt. Der Laden ist geschlossen, die Verkäuferin weg und ansonsten kenne ich hier weit und breit niemanden. Natürlich könnte ich jetzt auch zum Bahnhof laufen, 8 Stationen mit der S-Bahn fahren und dann bei meinen Eltern vor der Tür stehen. Dann müsste ich nur noch vermitteln, dass nicht irgendwo ein verstecktes Kamerateam irgendwelche TV-„Streiche“ spielt, sondern sich unter der rotglänzenden Gummihaut in High Heels und mit gewissem Vorbau tatsächlich der einzige Sohn versteckt. Und nachdem Paps mich dann im Keller nach einer halben Stunde mit Werkzeug aus all den Fesseln befreit hätte, würden wir freundlich plaudernd bei Kaffee und Kuchen sitzen und die Vor- und Nachteile von Pumpknebeln erörtern. –

Nein, dies ist natürlich definitiv keine Option, also versuchte ich mich an den Plan zu halten den mir die freundliche Verkäuferin vorgab. Zum Glück war hier momentan noch kaum jemand auf der Straße. So konnte ich noch ein wenig meine Fertigkeiten beim Laufen in hohen Schuhen verbessern. Ich hatte komischerweise einen gewissen Ehrgeiz, dass ich möglichst gut aussehen, und mich auch möglichst elegant bewegen wollte. Dass die Bewegungsfreiheit an meinen Kniegelenken eingeschränkt war, hatte somit auch den Vorteil, dass ich erst gar nicht in Versuchung kommen konnte größere Schritte zu machen. Also machte ich nun notwendigerweise einen Schnellkurs im Laufen auf hohen Absätzen. Während meines Ankleiderausches im Shop hatte ich den Stiefeln keine besonders große Aufmerksamkeit gewidmet. Sie hatten vorne ein etwa 1cm hohes Plateau und hinten einen etwa 12cm hohen Absatz. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man zum High Heel laufen lernen, sich langsam an höhere Absätze gewöhnen solle. Ich wurde jetzt sozusagen ins kalte Wasser geworfen.

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rgho
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Die Geschichte eines Sklaven 1. Buch Kap. 29. - Blind

 

29. Blind

Tom schlief besser als in der letzten Nacht. Auch wenn der Geruch ihn eine Weile wach hielt, so gewöhnte er sich doch daran. Und es war erträglicher als die Zeit auf dem Balkon. Allerdings musste er noch eine Weile über Susannes Reaktion und Jeanettes Worte über seine Freundin nachdenken. Er befand sich im Zwiespalt. Selbst wenn Susanne sich amüsieren oder ihm sogar fremdgehen würde, hätte er kein Recht, eifersüchtig zu sein oder sie dafür zu verurteilen. Und dennoch versetzte ihm die Vorstellung einen Stich. Irgendwann übermannt ihn jedoch die Müdigkeit und er fiel in einen unruhigen Schlaf mit verwirrenden Albträumen.

Am Morgen weckte ihn wieder Marc, löste seine gefesselten Arme und Beine und sagte, dass er sich Reinigen und das Zimmer aufräumen sollte. Beim aufstehen, spürte Tom seine schmerzenden Gelenke. Die letzten Tage zehrten an seinen Kräften. Es war ein deutlicher Unterschied zur bisherigen tageweise Erziehung. Als Tag und Nacht Sklave zur Verfügung zu stehen, hatte nicht nur seinen Reiz, sondern auch seinen Preis. Nachdem er den Knebel und die Strumpfhose entfernt hatte, ging Tom ins Bad und entsorgte die Inhalte der Schüsseln in der Toilette. Danach versuchte er den fahlen Geschmack in seinem Mund mit intensivem Zähneputzen entgegenzuwirken. Dann zog er sich aus, duschte und rasiert sich und reinigte seinen Darm. Zum Bevor er in die Küche ging, schmierte er seinen Anus mit reichlich Gel ein und konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich mit zwei Finger selbst zu penetrieren.

Draußen schien die Welt unterzugehen. Es regnete in Strömen und irgendwie passte es zu Toms leicht gedrückter Stimmung. Mit dem Tablett ging er in Schlafzimmer seiner Herrin. Es roch leicht stickig. Die Luft schien verbraucht zu sein. Bisher war ihm das noch nie so aufgellen. Tom stellte das Tablett auf den Nachtisch und kniete sich nackt neben das Bett seiner Herrin. Nach wenigen Minuten drehte sie sich zu ihm um. Ihr strenger Blick ließ sein Blut in den Adern gefrieren. Tom servierte ihr den Kaffee und spürte, dass es heute kein guter Tag werden würde. Die Stimmung von Jeanette schien noch viel finsterer zu sein, als das schlechte Wetter. So fuhr sie ihn auch gleich an, was ihm einfallen würde, seinen Knebel selbständig zu entfernen. Tom begriff, dass ihn Marc in eine Falle gelockt hatte und als er es zu erklären versuchte, verpasste sie ihm eine schallende Ohrfeige. Er musste in sein Zimmer kriechen, wo er sich Hand- und Fußmanschetten anlegte. Die Manschetten an seinen Handgelenken befestigte sie am Ring an seinem Halsband, was ihn eine unterwürfige Haltung einnehmen ließ.

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deepthroat1969
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Nur mal Umschauen - Teil 1

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Nur mal Umschauen - Teil 2

 

Vor kurzem hat mich jemand gefragt, ob ich ihm eine Geschichte erzählen könne. Also habe ich mir auf die Schnelle in zwei, drei Stunden etwas aus dem Ärmel geschüttelt, noch einmal nach Rechtschreibfehlern durchgelesen (wobei Herr Duden und ich keine allzu grossen Freunde sind) und hier ist sie: Meine erste Story überhaupt (oder vielmehr der erste Teil einer ersten Story). Ich weiss natürlich, dass es noch mehr als reichlich Ansatzpunkte zur Verbesserung gäbe, aber ich wollte das Ganze erstmal vorlegen, um mal zu schauen. ob es grundsätzlich überhaupt ankommt.


 

Nur mal Umschauen

 

Nur mal so zum "Umschauen" habe ich mich kürzlich in den Fetischladen in der Bahnhofstrasse getraut. Die ganzen Sachen, die es da zu kaufen gibt, habe ich schon hunderte Male im Internet gesehen. Und einiges davon besitze ich natürlich auch selbst. In einem Geschäft hatte ich mir aber bislang noch nie etwas zugelegt, sondern den Versandweg bevorzugt.

Außer der Verkäuferin waren nur noch ein Typ zu sehen, der ständig an der Wand mit den Knebeln auf und ab ging, sowie ein Mädel, das sich für Unterwäsche interessierte. Ich streifte bei den Latexcatsuits umher. Als die Kundin ohne etwas zu kaufen den Laden verließ, kam die Verkäuferin zu mir und fragte ob sie helfen könne. Ich verneinte und sagte, dass ich mich nur umsehen wolle,

Nach kurzer Zeit kam sie noch einmal und fragte ob ich denn überhaupt schon einmal einen Latexanzug getragen hätte. Auf meine negative Antwort sagte sie nur: "Das werden wir jetzt aber schnell ändern" Mein gestammeltes "Neinnein, das muss nicht sein" kämpfte innerlich gegen mein aufbrandendes Verlangen danach mich komplett in einen engen Overall zu begeben. Die Verkäuferin schien Spaß daran zu haben, ihre Hartnäckigkeit auszuleben.

Schließlich gab ich nach und fragte was sie mir denn empfehlen würde. Sie betrachtete mich eine Weile genauer und holte dann aus dem Lager einen noch original verpackten Catsuit."Hier, der kam gerade herein. Ist etwas speziell. Aber das dürfte genau das richtige für dich sein" Etwas skeptisch, da ich nicht wusste was "das richtige" sein solle, führte ich ihre Anweisungen aus.

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rgho
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 3

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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 2
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 4

 

Teil 3

Tom hatte nur noch das Zuschlagen der Eingangstür wahrgenommen, als Dimitri grußlos aus der Wohngruppe verschwand. Der Junge hatte nicht einmal abgewartet, bis seine Wäsche fertig geschleudert war. Dass er dort draußen nur mit einem Trainingsanzug bekleidet unterwegs sein würde, hinterließ ein ungutes Gefühl bei dem Betreuer.

Thao selbst war in ihrem Zimmer geblieben, anscheinend hatte sie bei dem Jungen keinen Erfolg gehabt. Eigentlich ungewöhnlich, zumal sie es an sich vortrefflich verstand, sich in die Jugendlichen auf der Straße hinein zu fühlen und ihre Sprache anzunehmen.

„Thao? Ist alles okay?“

Nach einem kurzen Moment vernahm er Schritte hinter der Tür, die sich kurz darauf öffnete. Die Punkerin verlor kein Wort, kehrte zur Liegestatt zurück und legte sich wieder hinein.

„Was ist los? Hat er Dich angefasst?“, zeigte sich Tom besorgt.

Mittlerweile kannte er Thaos melancholische Stimmungen, doch heute schien es besonders schlimm zu sein. Er schob ihre heutige Verfassung dem Jungen zu.

„Sag schon. Hat er Dir etwas getan?“

Thao schüttelte den Kopf und starrte zur Decke.

Tom betrachtete sie nachdenklich. Ihr Misserfolg schien ihr ziemlich nahezugehen.

„Soll ich Herbert benachrichtigen oder willst Du es nochmals bei dem Jungen versuchen?“

Obgleich sie seine Worte wahrscheinlich vernommen hatte, hegte Tom dennoch erhebliche Zweifel, dass sie ihm antworten würde. Sie schien an einem Punkt angelangt zu sein, an dem Frustration und Aussichtslosigkeit Oberhand gewannen. Vielleicht resignierte sie auch, wie schon so viele Kollegen vor ihr? Es wäre nur verständlich, selbst er hatte solche Momente schon durchlitten. Dieser Job brachte eben auch beträchtliche psychische Belastungen mit sich.

„Ich werd versuchen, ihn morgen nochmals zu finden.“

Der stämmige Mann nickte.

„Ich lass Dich jetzt wieder allein, Thao. Bring mir nachher bitte den Zimmerschlüssel, wenn Du gehst, okay!?!“

Erstmals blickte sie zu ihm hoch und nickte.

„Mach ich. Danke, Tom.“

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senalex
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