Skip to Content

Latex

Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 7

  Vorheriger Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 6
     Nächster Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 8

 

Stevens Sonntagsprüfung – die Firma

 „Man merkt wirklich, dass Du Mutter geworden bist, Blondi. Deine Hupen sind jetzt noch größer als früher und dein Arsch ist auch ziemlich dick geworden. Jetzt halt still, sonst bekommen wir die nicht unter Dach und Fach.“

 Xena wandte sich halb zu Thao um, sie schien ziemlich frustriert zu sein.

 „Ich konnte sie ja schlecht zu Hause anprobieren, richtig? Gerd war schon so ziemlich zickig, weil ich ihm nicht sagen wollte worum es geht.“

 Thao war gerade dabei die Riemen von Xenas Mieder zu schließen und hielt kurz inne.

„Warum das denn nicht? Er freut sich doch höchstens, wenn du wieder beginnst dich mit der Materie auseinander zu setzen. Oder etwa nicht?“

 „Es sind seine Erwartungen an mich, Thao. Ich werde nicht mehr so hart mit ihm umgehen können, wie er das von früher her von mir gewohnt war. Erstens wegen der deutlichen Spuren, zweitens weil mir der Antrieb dazu fehlt. Und das dürfte Dir aufzeigen wo mein Problem liegt. Ich muss mich neu erfinden und weiß dabei nicht, ob ihm das dann reichen wird.“

Ihre Freundin verstand sie jetzt, überlegte einen Moment, dann zog sie mit aller Gewalt den Riemen zu.

 „Ahhh! Du brutales Weib.“ Xena fuhr wütend herum. Thao aber grinste nur schadenfroh.

 „Reiß dich zusammen, sonst kriege ich dich da einfach nicht mehr rein.“

Sie drückte die Freundin wieder zurück in Position und beschäftigte sich mit dem nächsten Verschluss. Thao machte sich Sorgen. Xena hatte ihr beim Umziehen geholfen, sie geschminkt und ihre Haare frisiert, doch jetzt fühlte sie, wie sich die ersten Schweißtropfen auf ihrer Stirn bildeten. Es würde die ganze Arbeit ruinieren und der Kunde müsste dann noch länger warten. Endlich, nach einigen Anstrengungen, hatte auch Xena ihre Klamotten am Leib.

„So! Ich hoffe du explodierst jetzt nicht. Kannst noch atmen?“ Xena drehte sich langsam zu ihr um. Man spürte, dass sie alles an Muskulatur angespannt hatte, was ging. Langsam ließ sie locker, dann nickte sie.

 „Wie habe ich das vermisst.“

Sie stöhnte. Ihr war alles andere als angenehm zumute. Schon damals war ihre Berufskleidung ziemlich unbequem gewesen, doch jetzt war sie einfach nur belastend für sie.

Oh, Gerd. Wenn Du wüsstest was ich alles für Dich auf mich nehme.

Thao warf noch einen letzten prüfenden Blick auf ihre Freundin, dann schien sie endlich zufrieden zu sein. Xena war wirklich das perfekte Abbild einer Domina. Besser ging es einfach nicht.

„Ich gehe gleich da raus und hole unseren Gast. Du weißt Bescheid, wir haben alles besprochen. Es geht hier um keine sadistischen oder masochistischen Wünsche, Olle. Hier geht es um eine kleine Welt die wir für unseren Kunden schaffen und wir sind eher Schauspielerinnen als Dominas.“

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
sena
5.265
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.3 (12 Bewertungen)

Hannah und der Meister - Teil 2

Zum ersten Teil : 
Hannah und der Meister - Teil 1
     Nächster Teil: 
Hannah und der Meister - Teil 3

 

Im Café von M.

Es dauert fünf Tage, bis ich eine Antwort erhalte. Der Meister, wie ich ihn in Zukunft nennen werde, hat sich gemeldet!

Er will mich kennenlernen, mich sehen, fühlen und schmecken – so schreibt er!

Wir verabreden uns für den nächsten Tag, es ist ein Samstag, in einem Café in der belebten Innenstadt. Da er mir ebenfalls ein Foto geschickt hatte, sollte es kein Problem sein, uns zu sehen. Auf dem Foto wirkt er fast ein wenig unauffällig. Ein nicht unattraktiver, freundlich daher blickender Mann mit grau melierten Haaransätzen. Er wirkt mir fast ein wenig zu seriös. Meint er es wirklich ernst, ist das nicht sogar ein Fake?

Nun gut, ich gehe kein Risiko ein, er kennt nur meinen Voramen, ohne nähere Details und hat mein Foto. Zugegeben, in einer Pose, wie ich sie nicht so ohne weiteres jedem zeigen würde.

Ich sitze schon seit gut einer Viertelstunde im Café, habe mir einen Café Latte bestellt, bis er schließlich auftaucht. Er blickt mich freundlich an, fragt mich, ob er sich setzen dürfe. Eher eine Floskel, denn es ist klar, dass ich Hannah bin, die Hannah mit dem Latex-Catsuit vom Foto, das er kennt.

Ich habe mich bewusst nicht sehr geschminkt oder mich heraus geputzt, vielmehr ist mir jetzt wichtig, ob er es ernst meint, wirklich mein Meister werden will und willens und in der Lage ist, meinen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Meine Befürchtungen werden bald zerstreut, als er mich sehr direkt zu meinen Neigungen befragt. Man könnte meinen, er spräche vom Wetter, als er sich über meine Wünsche und Gefühle befragt. Mit Interesse, aber gleichzeitig mit einer bemerkenswerten Beiläufigkeit. Wir sitzen inmitten der Fußgängerzone von M. und ich erzähle einem mir eigentlich wildfremden Mann etwas über Gummi, gewollter Enge, Hingebung, Unterwerfung und meinem Wunsch, mich auszuliefern – an ihn! Ich rede wie ein Wasserfall, alles ist so selbstverständlich, so, als ob ich ihn schon lange kennen würde. Er nickt teilnahmsvoll, stellt kurze, aber keineswegs bohrende Nachfragen. Er zieht mich buchstäblich aus, ich sitze nackt vor ihm, kehre mein Innerstes nach außen, erlaube ihm, mich mit Worten zu nehmen. Jeder Ohne-Night-Stand hat weitaus weniger Intimität wie dieses Gespräch. Ja, er kennt mich, meine Liebe zu Latex, meine Befriedigung es zu tragen, mein Wunsch und Wille, mich unterzuordnen, meine unbefriedigende Beziehung mit Ralph, meine Bereitschaft zur bedingungslosen Hingabe, mein Verlangen von ihm – ja von Ihm – genommen zu werden!

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
Shining Abyss
4.735716
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 4.7 (14 Bewertungen)

Traumerfüllung - Vorbereitungen auf ein besonderes Wochenende - Kapitel 1

 

Liebe Leser/innen

dies ist eine mehrteilige Geschichte. Ich werde nach und nach die nächsten Kapitel einstellen.

Dies ist mein "Erstlingswerk" und ich bin gespannt auf euer Feedback, auch wohlgemeinte Kritik ist gern gesehen, ich will mich vom meinem Schreibstil, wenn nötig, schliesslich verbessern.

Traumerfüllung

Kapitel 1
-Vorbereitungen auf ein besonderes Wochenende-

An einem Samstagabend im Sommer … ich bin in meinem Badezimmer … Kerzen brennen, ein Glas Prosecco steht auf einem kleinen Tisch und eine einzelne rote Rose in einer Vase mit Tautropfen auf der Blüte, die im Kerzenlicht schimmern, frische Erdbeeren in dunkle Schokolade getaucht, liegen in einer kleinen Schale.
Ich habe es mir vorher sehr schön gemacht, schließlich soll heute ein besonderer Tag werden und wie das Wochenende wird, das wage ich im Moment gar nicht zu träumen. Dave Gahams erotische Stimme dringt leise in mein Ohr, als ich mich langsam in das vorbereitete Schaumbad gleiten lasse.

Auf dem Tisch liegen zwei Karten und zwei Schreiben, welche für den weiteren Abend sehr von Bedeutung sind.
Darauf liegt ein Schwarzer Kugelschreiber, auf dem ein goldenes Zeichen prangt. Ich lese mir, während ich mich in dem warmen Wasser hin- und her gleiten lasse, die Karte und danach die Schreiben aufmerksam durch und achte peinlich darauf, dass ich sie nicht nass spritze. Mit dem schwarzen Kugelschreiber fülle ich nun beide Schreiben sorgfältig aus. Es gibt Fragen zum ankreuzen, Bemerkungen werden von mir mit zittriger Schrift dazu geschrieben. Ich bemühe mich meine Schrift sauber lesbar zu Papier zu bringen, angesichts dessen, was ich da hinschreiben möchte, löst sich mir ein Stöhnen aus tiefer Kehle und mir treibt es eine Röte und Hitze durch den Körper, das nicht von dem warmen Wasser um mich herum ausgelöst wird. Ich schreibe so wahrheitsgemäß alles auf, so gut ich vermag und doch stockt des öfteren der Stift auf dem Papier, und ich ringe mit mir, bestimmte sehr intime Dinge preiszugeben.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
LadyOscar
4.793334
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 4.8 (18 Bewertungen)

Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 6

  Vorheriger Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 5
     Nächster Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 7

 

Vater, Mutter, Kind

Gerd war einfach nur todmüde, in diesem Moment und das obwohl er sein freies Wochenende hatte. Er hatte sich auf die Couch gelegt, den Fernseher angestellt und folgte einer lebhaften, aber ziemlich geistlos wirkenden Diskussion einer Politiktalkrunde.

Mein Gott, was hatte ihn die Kleine auf Trapp gehalten. Lisa hatte zwar nicht direkt darüber geklagt, dass die Mama nicht zu Hause war, aber dafür ständig an seinem Rockzipfel gehangen. Ob das Verlustängste waren? Xena war noch nie, schon gar nicht über Tage hinweg, von ihrer Tochter ferngeblieben, abgesehen von Tagen an denen ihre Kleine bei den Großeltern geblieben war.

„Es gibt doch wirklich nur noch Mist!“

Er schüttelte, frustriert vom Programm, seinen Kopf, schaltete das TV aus, legte die Fernbedienung auf den niedrigen Glastisch ab und rollte sich auf die Seite. Einfach Ruhe, nichts weiter. Er schloss seine Augen, die Gedanken verblassten, endlich wurde alles zum nichts….

„Papi! Ich muss auf die Toilette!“

Gerd blinzelte, sich mühsam wieder an das Licht gewöhnend. Sein kleiner blonder Engel, blickte ihn mit ihren großen, blauen Augen erwartungsvoll an, ihre Karlson-vom-Dach-Puppe dabei in ihren Händen haltend.

„Aber Du weißt doch wo sie ist, mein Schatz. Du kannst das alleine. Und Du hättest dazu nicht mal die Treppen heruntersteigen müssen.“

„Mami lässt immer das Licht an.“

Gerd stutzte. Ihm war nie aufgefallen, dass Xena das Badlicht für Lisa  angelassen hatte. Ach Scheiße! Er musste sich erst einmal wieder sammeln.

„Warte kurz, Prinzesschen, ich muss mich erst mal finden.“

Er lächelte zu ihr herunter, doch sie verstand nicht was er meinte. Aber Papa würde für sie aufstehen, dass reichte ihr.

Langsam, mit gequälten Gesicht, raffte er sich auf, blickte auf seine kleine Tochter herunter, innerlich von der Couch bereits Abschied nehmend. Er kannte Lisa. Es würde nicht nur bei dem Licht bleiben.

„Komm! Gehen wir nach oben.“

Er nahm sie bei der Hand und zusammen gingen sie aus dem Wohnzimmer heraus, in den kleinen Flur, wo eine enge Wendeltreppe nach oben, in den ersten Stock hinauf, führte.

„So, Süße. Das Licht ist an, dort ist das Klo und ich warte in Deinem Zimmer auf Dich, einverstanden?“

Lisa nickte. Er wollte hinter sich die Tür schließen, dann hörte er auch schon ihr piepsiges Stimmchen.

„Nicht zumachen!“

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
sena
5.361426
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (14 Bewertungen)

Stimmungsarmband - Teil 2

Zum ersten Teil : 
Stimmungsarmband - Teil 1
     Nächster Teil: 
Stimmungsarmband - Teil 3

 

Während der Fahrt in die Innenstadt saßen wir beide gemeinsam auf der Rückbank des Taxis. Noch in der Flughafenhalle musste ich mich erst einmal vor einem Spiegel etwas „ordnen“. Nach den Ereignissen vor und während des Fluges fühlte ich mich körperlich und seelisch ausgelaugt. Der Beinaheorgasmus und der stetige Erregungslevel hatten mir ein kontinuierliches Lächeln und eine rosige Gesichtsfarbe verliehen, die immer noch anhielt. Natürlich versuchte ich mehrfach meine Gedanken auf eine mögliche Flucht zu lenken, aber die sofort entstehenden Schmerzen machten dies unmöglich. Stattdessen versuchte ich zu ergründen was Marc mit mir auf einer SM-Messe wollte. Klar hatte ich schon mit ein, zwei Exfreunden einige Fesselspielchen im Bett gehabt. Aber im Nachhinein musste ich feststellen, dass die Jungs nicht besonders talentiert waren. Jedenfalls konnte ich mich nicht richtig „fallen lassen“. Ich empfand das Ganze als interessant und reizvoll, aber doch nur als kleine Abwechslung. Die „50 Shades“-Bücher habe ich natürlich auch gelesen und konnte mich recht gut in Anastacia hineinversetzen. Der passende Milliardär ist mir bislang aber nicht über den Weg gelaufen.

Nach etwa 20 Minuten Fahrt, bei denen ich ungewohnt unelegant mit geöffneten Beinen da saß, erreichten wir schon die Niederlassung meiner Firma. Marc folgte mir wie selbstverständlich in das Gebäude. Mit kleinen Schritten ging ich zum Empfangstresen. Dort gab ich der Dame die gewünschten Unterlagen. Sie nahm den Ordner entgegen: „Vielen Dank Frau Becker. Wir wünschen Ihnen einen guten Rückflug“. Somit hatte mein Aufenthalt in der Firma weniger als 10 Sekunden gedauert. Ich hatte eigentlich noch damit gerechnet mit jemandem zu sprechen oder einen Kaffee zu trinken. „Auf zu unserem nächsten Termin“ sagte mir Marc in der Drehtür auf dem Weg nach draußen.

Den Straßennamen den er dem Taxifahrer nannte kannte ich nicht, aber ich merkte bald, dass wir nach St.Pauli fuhren. Angekommen versuchte ich reflexartig sofort wieder das Weite zu suchen, aber die gespürten Peitschenhiebe auf dem Rücken überzeugten mich sogleich wieder, in die Nähe des Mannes mit der Fernbedienung zu gehen. Er nahm mich wie selbstverständlich in den Arm und wir liefen ein kleines Stück. Wenn ich nicht von ihm überrumpelt und sozusagen gekidnappt worden wäre, hätte ich mich an seiner Seite gar nicht mal so unwohl gefühlt. Außerhalb des Flughafens fiel mir neben seinem selbstbewussten Auftreten erst richtig sein gutes Aussehen auf.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
rgho
5.4075
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (40 Bewertungen)

Hannah und der Meister - Teil 1

     Nächster Teil: 
Hannah und der Meister - Teil 2

 

Hannahs Welt

Mein Name ist Hannah, ich bin eine junge Studentin, 24 Jahre alt, studiere Betriebswirtschaftslehre an einer Universität im Südwesten Deutschlands. Auf den ersten, auch auf den zweiten Blick eine brünette, schlanke, attraktive junge Frau – und „normal“, wie meine Mitmenschen gerne sagen.

Mein Studium finanziere ich unter anderem durch einen Nebenjob in der Buchhaltung einer mittelständischen Baufirma. Dort sitze ich auch heute, an einem kühlen, regnerischen Spätsommertag. Es ist für die Jahreszeit schon sehr frisch.

Ich bin meistens schon früh um sieben Uhr am Arbeitsplatz, von dem sie aus dem Fenster auf den Rhein sehen kann. Um diese Uhrzeit ist es noch ruhig in der Firma, meine Kollegin, eine ältliche Dame, die Chef-Buchhalterin, Frau Adam, ist bereits schon da, aber mit Abrechnungen beschäftigt, so dass ich noch meine Gedanken wandern lassen kann.

Mich beschäftigen derzeit einige Dinge, vielleicht bin ich etwas melancholisch, ja grüblerisch. In meiner Beziehung steht es nicht zum Besten, mein Freund Ralph ist ein selbstbewusster, wenig sensibler Enddreißiger. Er bietet mir immerhin ein Maß an Sicherheit, sowohl in materieller wie auch in seelischer Hinsicht. Ich fühlt sich bei ihm zu hause, wenn auch nicht unbeding t geborgen. Ein Haus möchte man bisweilen von innen und außen renovieren, so ähnlich steht es um die Beziehung zwischen mir und Ralph. Es läuft nicht mehr so gut, viele Dinge haben sich im Alltag routiniert eingeschliffen, er nimmt vieles – auch mich – für selbstverständlich und kümmert sich nicht mehr um uns, wie er es vor vier Jahren noch getan hat, als wir uns kennen lernten. Trotz meiner etwas angespannten finanziellen Situation habe ich mir mit meiner Studentenbude auch immer noch einen letzten Schlupfwinkel gegönnt. Eigentlich könnte ich schon längst bei meinem Freund einziehen, aber auf sein Angebot habe ich bisher immer verzichtet, meistens mit etwas fadenscheinigen Ausreden, wie „so kann ich besser lernen“. Letztlich arrangiert ich mich mit der jetzigen Lebenslage, wer weiß, aus fehlendem Antrieb, meiner Aversion gegenüber Risiken im Alltag.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
Shining Abyss
4.818
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 4.8 (20 Bewertungen)

Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 5

  Vorheriger Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 4
     Nächster Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 6

 

In ihrem kleinen Arbeitszimmer saß Aneliese über ihrem Laptop und klappte ihn abrupt zusammen. Ein Telefonat mit ihrem künftigen Angetrauten stellte für sie eher eine Belastung da, als ein Grund zur Freude. Er schien ja ganz in Ordnung zu sein, aber seine Ansichten standen zumeist konträr zu den ihrigen, was ein gemeinsames Leben sicher erschweren würde. Im nächsten Jahr sollte er das erste Mal nach Deutschland kommen, eine Tatsache mit der sich die junge Inderin nicht anfreunden konnte. Ein Mann der in der Heimat ihrer Eltern auf dem Land aufgewachsen und mit Ansichten behaftet war, die sich in den letzten Jahrhunderten, zumindest außerhalb der Städte, nicht großartig verändert hatten.

Sie seufzte, kraulte ihrem Hündchen Ashna das Fell, das zu ihren Füßen hockte und überlegte wie sie sich auf andere Gedanken bringen könnte. Thao hatte sich seit zwei Tagen nicht bei ihr gerührt. Besuch war deren Erklärung gewesen, ein Umstand den Aneliese nur begrüßen konnte. Hoffentlich war das für Thao ein Schritt in die richtige Richtung um wenigstens ein Stück von ihrem Exfreund loslassen zu können. So lieb sie auch die Freundin hatte, so schwer fiel es ihr oft, Thao aus ihrer dunklen Stimmung herauszuhelfen.

Ob sie mal nach oben gehen durfte? Thao hatte ihr von der Freundin erzählt, die sie schon viele Jahre lang nicht mehr gesehen hatte. Auch Karl kannte sie und beide hatten ihr damals einiges zu verdanken gehabt. Thao war nicht weiter darauf eingegangen, aber für einen Moment schien es so, als ob sie sich in den Erinnerungen daran verloren hatte.

Aneliese gab kurz entschlossen ihrer Neugier nach. Was soll´s, für ein paar Minuten würde sie nach oben gehen, vielleicht waren die beiden ja auch gar nicht zu Hause. Kurz fiel ihr Blick auf Ashna, der freudig zu ihren Füßen mit seinem Schwänzchen wedelte und erwartungsvoll zu ihr aufsah. Ob sie ihn mitnehmen durfte? Sie entschied sich dagegen und bat das Tier auf sie zu warten, was es mit einem quälenden Jaulen zur Kenntnis nahm und sich vor der Wohnungstür ablegte. Aber was half es, nicht jeder konnte Hunde leiden und in ihrem Land galten sie sogar als unrein, vor allem in spiritueller Hinsicht. Auch ihr Bräutigam hatte seine Bedenken geäußert, was Ashna betraf, sich aber schließlich gefügt, als er spürte wie ernst sie es mit ihrem Haustier nahm.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
sena
5.365716
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.4 (14 Bewertungen)

Nur mal Umschauen (Teil 3)

Zum ersten Teil : 
Nur mal Umschauen - Teil 1
  Vorheriger Teil: 
Nur mal Umschauen - Teil 2

 

„Dreh dich nicht um“, sagte mein Retter. „Ich werde dir jetzt für 10 Sekunden deinen Knebel herausnehmen. Du wirst keinen Ton sagen. Wenn du verstanden hast, nickst du.“ Ich hatte verstanden, deshalb nickte ich. Diese 10 Sekunden Entspannung für meine gestresste Kiefermuskulatur wollte ich mir nicht versauen. Nach kurzer Zeit spürte ich, wie in meinem Nacken an dem Schloss des Ballknebels herumgefummelt wurde. Dann ein leises Klicken und mir wurde die dicke Gummikugel sanft, aber bestimmt aus dem Mund gezogen. Beinahe wäre mir ein „Mann, das wurde verdammt Zeit“ entglitten. Aber zum Glück brach ich rechtzeitig ab, um nur ein uneindeutiges „Mmmm“ vernehmen zu lassen.

„Ich möchte nicht, dass du wieder so einfach Gefahr läufst, dass dir jemand so leicht die Luft abschneiden kann“. Mein erster Gedanke war: „Oh, OK also kein Knebel mehr.“ Doch gleich nach einem „Weit aufmachen“, wurde mir wieder etwas in den Mund geschoben. Diesmal ein Ringknebel. Wenn mich mein theoretisches Fachwissen nicht getäuscht hat, war es ein sogenannter Spidergag. Aus Metall. Und ziemlich groß. Und natürlich wieder abgeschlossen. Das war wohl vom Regen in die Traufe. Aber zumindest hatte ich nun eine große Atemöffnung und war nicht von den kleinen Nasenlöchern in der Latexmaske abhängig.

„So meine Süße. Die Zeit läuft. Viel Spaß noch“. Ein Klaps auf den Po und weg war er. Als ich mich umgedreht hatte, konnte ich ihn nur noch kurz von hinten sehen, bevor er um die nächste Ecke entschwand. Inzwischen war es ja offensichtlich: Es war der Mann aus dem SM-Shop. Jener der mich eigentlich erst so richtig in diese Misere gebracht hat. Wobei… war es eigentlich eine Misere? Oder war es eine Situation die ich mir schon lange erträumt hatte.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
rgho
5.0175
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5 (8 Bewertungen)

Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 4

  Vorheriger Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 3
     Nächster Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 5

 

Liebe Leser, da der zweite Teil von Senalex im Moment wenig Zeit hat, schreibe ich erst einmal unter meinem eigenen Nick weiter. Also bitte nicht wundern, wenn ihr wieder auf mehr Fehler stoßt, meine Fähigkeiten sind, hinsichtlich der deutschen Sprache, eher begrenzt. 

Lieben Gruß. 

Eure Sena

 

Das Wiedersehen mit Xena

Mit schrillem Ton kündigte die Türglocke Thao ihren Besuch an. Sie blickte noch einmal zurück in die Wohnung, aber es schien alles in Ordnung zu sein. Eigentlich war es auch egal, Xena hatte früher nie durchblicken lassen, dass sie es damit besonders genau nahm.

Die junge Frau strich sich eine schwarze Strähne aus ihrem Gesicht, drückte den Türöffner und hörte wie unten die Haustür ging, dann knallten auch schon, in regelmäßigem Takt, der Klang von Stiefelabsätzen nach oben. Thao ging zum Geländer und blickte nach unten.

„Xena?!“

Thao hörte ein altbekanntes Lachen von unten.

„Was machst Du auf, Kleine, wenn Du nicht weißt wer vor Deiner Tür steht?“

„Ich wollte nur sicher gehen ob Du noch Deinen Namen kennst, schließlich kann man bei Blondinen nicht vorsichtig genug sein.“

Erneut füllte Xenas Lachen den Hausflur, dann nahm ihre Freundin auch schon den letzten Treppenabsatz. Thao eilte ihr entgegen, umarmte sie, unfähig ihre Gefühle in diesem Moment zurückzuhalten.

Xena blieb gerührt stehen, schloss die zur Frau gewordene Freundin in ihre Arme und ließ gerührt deren Gefühlsausbruch über sich ergehen. Sie wartete geduldig bis Thao sich gesammelt hatte und mit Tränen in den Augen zu ihr aufblickte. Es schien ihr peinlich zu sein, dass sie es nicht vermochte sich vor ihr zu beherrschen.

„Du hast Dich verändert, Thao. Du bist eine Frau geworden.“

Thao grinste, und kämpfte darum, die richtigen Worte zu finden. Sie deutete auf ihre Wohnung und bat die Freundin, mit einer einladenden Geste, hinein.

Xena sah aus wie früher, nur ihre Kleidung war jetzt deutlich einfacher gehalten, als in ihren früheren Jahren. Schwarze Stiefel, Bluejeans, dazu eine schwarze, tief ausgeschnittene Bluse, zeigten Thao, dass ihre Freundin jetzt vor allem praktisch dachte. Nur ihr Gesicht war genauso aufwendig geschminkt, wie das der Xena aus ihrer Erinnerung.

„Hast Du Hunger?“

Xena verneinte dankend und folgte Thao in das Wohnzimmer.

„Lass mal, vielleicht später, ich würde gerne erst mal ankommen. Ein Kaffee wäre super, wenn Du hast.“

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
sena
5.292858
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.3 (14 Bewertungen)

Nur mal Umschauen - Teil 2

Zum ersten Teil : 
Nur mal Umschauen - Teil 1
     Nächster Teil: 
Nur mal Umschauen (Teil 3)

 

Wider Erwarten fand der erste Teil meiner kleinen Geschichte meist guten Anklang. (und ja, das war das erste Mal seit der 10ten Klasse Realschule (also seit etwa 30 Jahren), dass ich mal wieder etwas geschrieben habe.

have fun


 

Nur mal Umschauen (Teil 2)

 

Na super, dachte ich. Jetzt bin ich hier vollkommen auf mich alleine gestellt. Der Laden ist geschlossen, die Verkäuferin weg und ansonsten kenne ich hier weit und breit niemanden. Natürlich könnte ich jetzt auch zum Bahnhof laufen, 8 Stationen mit der S-Bahn fahren und dann bei meinen Eltern vor der Tür stehen. Dann müsste ich nur noch vermitteln, dass nicht irgendwo ein verstecktes Kamerateam irgendwelche TV-„Streiche“ spielt, sondern sich unter der rotglänzenden Gummihaut in High Heels und mit gewissem Vorbau tatsächlich der einzige Sohn versteckt. Und nachdem Paps mich dann im Keller nach einer halben Stunde mit Werkzeug aus all den Fesseln befreit hätte, würden wir freundlich plaudernd bei Kaffee und Kuchen sitzen und die Vor- und Nachteile von Pumpknebeln erörtern. –

Nein, dies ist natürlich definitiv keine Option, also versuchte ich mich an den Plan zu halten den mir die freundliche Verkäuferin vorgab. Zum Glück war hier momentan noch kaum jemand auf der Straße. So konnte ich noch ein wenig meine Fertigkeiten beim Laufen in hohen Schuhen verbessern. Ich hatte komischerweise einen gewissen Ehrgeiz, dass ich möglichst gut aussehen, und mich auch möglichst elegant bewegen wollte. Dass die Bewegungsfreiheit an meinen Kniegelenken eingeschränkt war, hatte somit auch den Vorteil, dass ich erst gar nicht in Versuchung kommen konnte größere Schritte zu machen. Also machte ich nun notwendigerweise einen Schnellkurs im Laufen auf hohen Absätzen. Während meines Ankleiderausches im Shop hatte ich den Stiefeln keine besonders große Aufmerksamkeit gewidmet. Sie hatten vorne ein etwa 1cm hohes Plateau und hinten einen etwa 12cm hohen Absatz. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man zum High Heel laufen lernen, sich langsam an höhere Absätze gewöhnen solle. Ich wurde jetzt sozusagen ins kalte Wasser geworfen.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
rgho
5.215998
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.2 (15 Bewertungen)
Inhalt abgleichen


about seo