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Sklavin

Takte

Sarah lag noch in ihrem Bett und träumte tief als sie unvermittelt geweckt „Auf geht’s zum Spiel der Zeit, kleine Schlafmütze.”. Noch eh sie wirklich wusste was passierte, legte sich schon die Augenmaske über ihre Lider und hüllte sie, wie eben noch der Schlaf, in Dunkelheit.

Die Stimme ihres Herrn sofort erkennend, beruhigte sich ihr, durch das Wecken, rasender Puls recht schnell wieder und sie versuchte, das ganze einzuordnen. Ihr spukten dabei verschiedene Bilder durch den Kopf, das Gesicht ihres Herrn, der gemütliche Abend vor dem Kamin vor zwei Tagen, sie, an etwas gefesselt, eine Uhr und viele weitere, mehr oder weniger diffuse Eindrücke.

Sie erinnerte sich an die Unterhaltung mit ihm am Kamin, über längere Aktionen, solche die vermeintlich kurz sind und nie zu enden scheinen und solche die einem lang vorkommen, aber schnell beendet sind. Er hatte ihr da schon angekündigt, dass er dieses Spiel der Zeit, wie er es nannte demnächst mit ihr spielen würde, zu einem Zeitpunkt, an dem sie nicht damit rechnete. Nun, DAS hatte er schon mal geschafft.

Sanft zog er Sarah aus dem Bett in den Stand, legte ihre Hände auf den Rücken und sicherte die Manschetten, mit welchen Sie die Nacht über noch locker ans Bett gefesselt gewesen war, hinter ihr mit einem Schloss. Sie hörte wie er durchs Zimmer ging und Dinge verschob, scheinbar aufhob und andere Sachen wieder hinlegte bevor er zu ihr zurück kam und mit einem unverkennbaren Klicken die Leine an ihrem Halsband befestigte.

Ein kurzer, leichter Ruck und sie folgte dem Zug der sich über die Kette an dem Halsband aufbaute, über die Jahre hatte sie gelernt, dass sie ihrem Herrn vertrauen konnte und er sie so führen würde, dass ihr nichts passierte. Sie gingen aus dem Schlafzimmer, durch den Flur und bogen, wie Sarah es bereits vermutet hatte, kurz ins Bad ab. „Du hast 5 Minuten und die Maske bleibt drauf.” war alles, was er ihr sagte bevor das Schloss der Manschetten wieder geöffnet, die Kette entfernt war und er die Tür wieder von außen schloss. Noch vor Ablauf der Zeit klopfte sie wie verabredet kurz an der Tür, drehte sich um, legte ihre Arme wieder auf den Rücken und wartete darauf, dass ihr Herr sie holen möge.

Für gewöhnlich öffnete sich die Tür auch recht schnell und ihr Herr holte sie ab, nicht jedoch an diesem Morgen. Sie stand auf dem weichen, Badteppich und war froh, ihn letzte Woche gekauft zu haben, denn auch nachdem sie, bereits seit geschätzten zehn Minuten, gewartet hatte, tat sich noch immer nichts in ihrem Rücken. Allmählich wurde sie unruhig, da dies sonst nicht seine Art war. Gerade als Sie sich umdrehte und mit der Hand nach der Maske griff um diese abzunehmen, hörte sie ihn an der Tür und drehte sich schnell wieder in die vorgegebene Position zurück.

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Artepus
4.5
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Yella 5 - Selkirks Plantage

Zum ersten Teil : 
Yella 1 - Weg in die Sklaverei
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Yella 4 - Der Meistbietende

 

Verlassen blieb Yella zurück, dem Ort und der Situation hilflos ausgeliefert. Der Sklave hatte sie durch Flure und Zimmer gebracht, die sie wegen der verdammten Maske sah. Durch seine ernst geflüsterten Worte schien ihr jeder Schritt wie eine Bedrohung. ‘Wenigstens eine Erklärung hätte er mir doch geben können’, dachte sie verängstigt. ‘Warum die Warnung, wenn er mir dann nichts sagt. Oder gehört das zu den Quälereien?‘

Es traf sie heftiger, als sie sich eingestehen wollte, dass er sie ohne weitere Erklärung einfach zurück gelassen hatte. Sein so liebevoller und fürsorglicher Umgang mit ihr war ein Trost gewesen, ein kleiner Halt.
 
Yella kauerte auf dem kalten, merkwürdig schwingenden Boden und versuchte mit den verbliebenen Sinnen ihre Umgebung wahr zu nehmen. Verwirrt schüttelte sie den Kopf. Still, geradezu beängstigend geräuschlos und menschenleer war es hier. Nur ein leises, tiefgründiges Wasserrauschen aus der Ferne drang an ihre Ohren.

Als sie den Scharnieren und Schlössern ihres Kopfgefängnisses nachspürte, stellte sie einmal mehr deren Unbeweglichkeit fest. Keine Möglichkeit, sie zu öffnen. Der Knebel war lästig. Sabber lief  herab und tropfte auf ihren Körper, wanderte als Rinnsal über die Haut und hinterließ kleine Frostpunkte, die sie zum Zittern brachten. Sich immer wieder zu säubern war eine Sisyphos Arbeit, die sie als zutiefst demütigend und entwürdigend empfand. Von sich selbst angewidert, versuchte sie noch einmal, die beiden Schlösser abzudrehen, indem sie die Ösen, in die sie eingehängt waren, als Hebel benutzte. Es half nichts, ihre Finger waren nicht kräftig genug.

Ernüchtert durch die eigenen Unfähigkeit, wandte sie sich ihrem Aufenthaltsort zu und versuchte zu ergründen, wo sie sich befand. Sie tastete das Stück Boden ab, auf dem sie gerade hockte. Vier dünne Linien begrenzten eine waagerechte Fläche von der Größe eines Waschbrettes. Ab da verlief der Untergrund leicht abfallend bis zu einer glatten Kante und dann … Nichts.

Sie arbeitete sich am Rand entlang vor und untersuchte die Beschaffenheit der Plattform, auf der sie sich befand, aber da war nichts, keine Ecke, keine Unregelmäßigkeit, nur eine kleine Aussparung für die Bretter, über die sie gegangen waren. Die Platte selbst bestand aus Holzbohlen und hatte einen Durchmesser, der etwas kleiner war, als Yellas gesamte Körperlänge. Um die Höhe dieser Vorrichtung fest zu stellen, reckte sie sich hinab und versuchte vergeblich den Boden zu erreichen. Der Untergrund konnte genau so gut eine Hand breite wie eine Manneslänge entfernt sein. Etwas anderes entdeckte sie jedoch, bei diesem Versuch. Sie stieß an einen Gegenstand, einen Pfahl, der im oberen Bereich mit einem massiven Eisenring versehen und bequem mit einer Hand zu erreichen war. Um das Podest herum befanden sich noch drei weitere dieser Pfähle, zu denen im Abstand von einer Armeslänge immer ein zweiter gehörte. Sinn und Zweck dieser merkwürdige Anordnung konnte sie sich nicht erklären.

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Raale
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 13

  Vorheriger Teil: 
Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 12

 

Steven lief hinterher und kam auf die Fahrerseite, wo Thao die Scheibe bereits runtergelassen hatte.

„Ich muss Dich jetzt fragen, ob ich Dich nach Hause fahren kann, oder?“

Ihr Gesichtsausdruck bekam in diesem Moment etwas Wehleidiges. Es war ihr schlechtes Gewissen, das sie hatte anhalten lassen, das war Steven klar.

„Du ich kann auch zu Fuß gehen, soweit habe ich es nicht.“

Thaos Miene hellte sich wieder auf und in dem Moment wo sie die Scheibe wieder hochfahren lassen wollte, kam auch schon Stevens Protest. Hektisch klopfte er gegen ihre Seitenscheibe.

„Du hättest mich doch erst einmal fragen müssen ob ich mir sicher bin. Mensch, Thao, von welchem Stern kommst Du eigentlich?!“

Sie lachte.

„Ich bin halt nicht gut in so etwas.“

Steven kam herum und öffnete die Beifahrertür. Er musste den Sitz ganz nach hinten schieben um in dem kleinen Auto genügend Platz zu haben.

„Wow? Ist der Neu?“

Er blickte sich ehrfürchtig um, der Innenraum war makellos. Er roch sogar nach Neuwagen.

„Nee, hab ihn schon ein paar Jährchen.“

Steven staunte.

„Vom Aussehen her, hätte ich Dich ganz anders eingeschätzt.“

Thao seufzte und ließ mit viel zu viel Standgas die Kupplung kommen.

„Aber quälen tust Du Deinen Wagen, trotz all der Pflege, trotzdem. Das muss die Domina in Dir sein.“

Sie schüttelte nur ihren Kopf, murmelte etwas von Idiot, blickte sich um und beschleunigte vorsichtig.

„Wo muss ich lang?“

Er erklärte es ihr und so bog sie in Richtung Osten ein auf die Stadtautobahn.

„Die nächste Ausfahrt kannst Du gleich wieder runterfahren. An der Ampel dann rechts.“

Steven Stimme klang ruhig und gelassen. Aber abgesehen von seiner Wegbeschreibung verzichtete er auf jegliche Unterhaltung, Thao schien ihre Konzentration verdammt nötig zu haben, Scheiße, seine 75jährige Oma fuhr besser Auto als sie.

„Was grinst Du denn so dämlich?“

Sie warf ihm einen flüchtigen Blick zu, verkrampf das Lenkrad auf 10 und 2 Uhr festhaltend.

„Nichts, nichts. Alles gut bei mir. Du machst das richtig gut.“

Thao aber wurde jetzt richtig sauer.

„Hey, ich fahre bisher unfallfrei, ist das der Dank dafür das ich Dich nach Hause bringe?“

Er lächelte.

„Nimm es mir nicht übel, Herrin, aber unsere Geschwindigkeit reicht ja auch nicht einmal für einen leichten Blechschaden.“

Sie nahm kurz ihre Rechte vom Lenkrad und boxte ihn.

„Aua! Du Schlägerin.“

Thao grinste. Ihr gefiel der Junge langsam, gut auf der einen Seite, verwirrend für sie auf der anderen.

Da vorne auf der rechten Seite kannst Du anhalten. Da dürfte auch genügend Platz für Dich sein, damit Du rangieren kannst.

Thao hob nur ihren Mittelfinger, während Steven auf eine zehn Meter lange Feuerwehrzufahrt zeigte. In dem Moment wo der Wagen hielt wandte sie sich auch schon dem jungen Mann zu und bot ihm ihre Hand zum Abschied an.

„So! Da wären wir. Schlaf gut.“

Sie blickte ihn erwartungsvoll an, er aber zögerte.

„Merkst Du eigentlich auch, dass wir uns gut verstehen?“

Sie stöhnte auf und ließ ihren Kopf gegen das Lenkrad fallen. Steven aber schien es ernst zu meinen.

„Sei mal ehrlich, Thao. Aber Dir geht’s doch auch so, oder?“

Sie richtete ihre hübsche, braunen Augen auf ihn und sah nur noch gefrustet aus.

„Steven! Ich bin müde, müde, müde, müde. Selbst wenn ich mit Dir ficken wollte, würde ich wegpennen, bevor Du mich nackig gemacht hättest. Kapierst Du das denn nicht?"

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sena
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Freiheit

Warnung: wahre Folter (Schlafentzug, Kälte) und Urethral

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Total
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 12

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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 11
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 13

 

Der Vortrag

Thao brauchte nicht lange warten, als die ersten Gäste den Raum betraten. Verwunderte Blicke wurden auf sie gerichtet, Plätze gesucht und die Bilder an den Wänden betrachtet. Einige der Besucher nahmen sich von den Getränken, andere gingen noch einmal raus um sich die Ausstellung anzusehen oder die Toiletten aufzusuchen.

Eine viertel Stunde hatte sie noch Zeit, dann würde sie beginnen müssen. Die Gäste entsprachen genau dem Bild, das sich Thao vorgestellt hatte. Abgesehen von ein paar Normalos, trugen die meisten von ihnen ihre Nase hoch. Sie musste sich wirklich zusammenreißen und wollte keine vorschnellen Schlüsse ziehen, um nicht wieder in ihr altes Muster zu verfallen. Wie hatte Amelie sich ausgedrückt? Nur zwei Schubladen? Sie seufzte. Na dann wollte sie mal versuchen ein paar mehr aufzumachen.

Ein älterer, glatzköpfiger Herr, hochgewachsen, mit randloser Brille und einer zwanzig Jahre jüngeren Blondine an seiner Seite, warf ihr einen ungehaltenen Blick zu, den Thao für sich erst einmal zu ignorieren suchte. Die Beiden nahmen Platz, redeten miteinander, dann stand der Glatzkopf noch einmal auf und trat an sie heran.

„Solltest Du Dir nicht langsam einen Platz suchen, die Vortragende wird bestimmt gleich kommen.“

Thao legte ihren Kopf schief und grinste.

„Das glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass sie noch kommen wird.“

Der Mann stutzte, noch einmal auf seine Uhr blickend.

„Uns hat niemand etwas davon gesagt, dass der Termin abgesagt worden ist.“

Für den Moment schaute er ratlos auf die junge Punkerin herunter, die plötzlich überrascht an ihm vorbei blickte

„Steven?! Was machst Du hier?“

Ihre Stimme klang gereizt. Dass sie so schnell ihren Kunden vom Wochenende wiedersehen würde, war sicher keinem Zufall geschuldet.

Auch der Herr wandte sich zu dem jungen Mann um, ihn neugierig dabei musternd. Er schien, im Gegensatz zu dieser Anmaßung, eine ordentliche Person zu sein.

„Ich habe nach Deinen Namen im Internet gesucht und da ist mir Dein Vortrag ins Auge gestochen. Tja und dann wollte ich mal Mäuschen spielen.“

Thao war das nicht Recht. Dass sie jemanden unter ihren Gästen kannte, störte sie.

„Dann sind sie die Vortragende?“ fragte der Glatzkopf erstaunt.

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sena
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Verfallen

Gedankenverloren saß sie in ihrem Opel Corsa, dessen einst leuchtend roter Lack im Laufe der Jahre längst verblichen war, und fuhr über die Meckenheimer Straße. Eine langgezogene Eindellung auf der Beifahrerseite und zahlreiche Kratzer im Frontbereich verliehen dem Kleinwagen mittlerweile einen besonders individuellen Charakter.

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Christian Rockrohr
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Die Geschichte eines Sklaven 1. Buch Kap. 30. - Jessica und Frank

 

30. Jessica und Frank

Während Tom das Schlafzimmer verließ, sah er noch im jetzt dunklen Raum, wie sich Jeanette und Marc aneinander kuschelten. Er war verwirrt und sogar ein wenig enttäuscht vom Ausgang des heutigen Abends. Dies war sicherlich auch seiner aufgestauten Geilheit geschuldet. Doch sehnte er sich nach nichts mehr, wie jetzt an der Seite von Jeanette liegen zu dürfen. Bevor in seine Kammer ging, trank er einen großen Schluck Wasser und ging auf die Toilette. Auch wenn ihn seine Füllung quälte, wagte er nicht, sie zu entfernen. Und so urinierte er nur und putzte sich die Zähne.

Es war die erste Nacht, die er nicht gefesselt, gepeinigt oder anderweitig gedemütigt und in unbequemen Positionen fixiert verbringen durfte. Lediglich die High-Heels konnte er nicht ausziehen, da Jeanette an ihnen die kleinen Schlösser befestigt hatte. Und so legte er sich in seinem Catsuit auf die Matratze. Seine Hand glitt zwischen seine Beine und umfasste den Peniskäfig. Es fühlte sich gut an und er fing an, ihn hin und her zu bewegen. Die Bewegung erregte ihn und er hätte sich sogar die ersehnte Erleichterung verschaffen können, wenn er fortgefahren hätte, doch er wagte es nicht und ließ mit einem Schauer wieder von sich ab. Kurz bevor er einschlief, fiel ihm ein, dass der obligatorische Anruf bei Susanne heute nicht stattgefunden hatte. Aber es war nicht die Sehnsucht nach seiner Freundin, die ihn beschäftigte, sondern vielmehr der Gedanke, dass sie Fragen stellen könnte, warum er nicht angerufen hatte. Er sollte sich daher eine gute Ausrede einfallen lassen. Doch über diese Gedanken schlief er erschöpft ein.

Er schlief so gut wie schon lange nicht mehr. Obwohl er die Erlebnisse des Tages in seinem Unterbewusstsein verarbeitete und eine Menge erotische Dinge träumte, schlief Tom bis zum Morgen durch. Noch bevor er realisieren konnte, was los war, hatte Marc bereits seine rechte Hand mit einer Handschelle an den Ring an der Wand befestigt. ´Ich hätte schon wieder Lust, Dich zu ficken, Du kleine Schlampe. Heute Abend werde ich es Dir so richtig besorgen.´ sagte er und ging grinsend wieder hinaus. Tom begriff nach und nach, in welche Situation ihn Marc gebracht hatte. Er würde seiner Verpflichtung, Jeanette den Kaffee ans Bett zu bringen, nicht nachkommen können. Sein Magen krampfte sich zusammen und er war schlagartig wach. Marcs Ankündigung schockte ihn dagegen nicht so sehr, wie Jeanettes Ehemann gehofft hatte. Denn die gestrige Erziehung hatte bei Tom nachhaltige Spuren hinterlassen. Neben dem, dass er immer noch stark erregt war, machte er sich nun auch tatsächlich deutlich weniger Gedanken, was mit ihm passieren würde. Und was könnte Marc schon mit ihm machen, was Jeanette nicht bereits getan hatte. Doch zuerst musste er seine missliche Lage meistern und es dauerte lange, bis seine Herrin ihn daraus befreite.

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deepthroat1969
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 11

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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 10
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Domsen, Assis, Vollidioten - Teil 12

 

Thao wusste nicht so recht was sie von ihrem bevorstehenden Gespräch mit Dimitri halten sollte. Ihre letzte Begegnung war ziemlich unglücklich verlaufen und hatte ihr die Schattenseite aufgezeigt, wenn sie den Kids auf der Straße auf Augenhöhe begegnete. Sie wusste sich zwar normaler Weise in kritischen Situationen zu helfen, machte aber ihren an sich schon nicht ungefährlichen Job zu einen erheblichen Risiko.

Sie hatte Glück, nicht weit von dem Mietshaus gab es eine freie Parklücke. Sie war zwar ziemlich eng und Thao, was das Einparken betraf, ziemlich unbeholfen. Aber nachdem sie gefühlte zehn Mal ausgestiegen war und nachgesehen hatte ob sie auch ja nirgendwo gegenstieß, stand ihr Kleinwagen endlich drin, vorne und hinten noch zu den anderen PKW eineinhalb Meter Abstand habend. Zwei ältere Herren suchten ihren Spott vor der jungen Frau zu verbergen, die demonstrativ ihre schwere Ledertasche vom Beifahrersitz nahm und sich mit Schwung auf die Schulter lud. Sie gab sich heute offiziell, etwas anderes schien bei dem Jungen auch keinen Sinn zu machen.

In der WG angekommen, suchte sie erst einmal deren Betreuer, öffnete die Küchentür, steckte ihren Kopf durch den Türspalt und unterbrach damit eine lebhafte Diskussion zwischen Tom und einem seiner Schützlinge. Es ging wohl um Fußball soweit sie es mitbekommen konnte.

„Hallo Tom! Geht’s Dir gut?“

Tom nickte ihr zu.

„Hat Dimitri immer noch das gleiche Zimmer?“

Auch diese Frage bejahte ihr Kollege, zeigte ihr aber auch gleichzeitig eine sorgenvolle Miene.

 „Soll ich nicht lieber mitkommen?“

 „Nein, ich komme schon mit ihm klar.“

Sie lächelte und zwinkerte dem rothaarigen Jugendlichen zu, der mit Tom am Tisch saß und schloss dann die Tür hinter sich.

Dieser Termin kostete sie Überwindung. Dimitri hatte eine seltsame Wirkung auf sie, die sie sich einfach nicht erklären konnte. Er war nicht hässlich, dass stimmt, aber Aussehen hatte für sie nie eine entscheidende Rolle gespielt. Klug? Naja, normal. Vielleicht weil er eine Aggressivität in sich trug, die sie auch von sich selbst her kannte? Was war man für ein Mensch, wenn man sich selbst nicht recht verstand und doch in anderen wiederfand?

Sie klopfte gegen die Tür.

„Dimitri?! Ich bin es.“

Man hörte das Quietschen von Bettfedern, dann eilige Schritte. Abrupt wurde die Tür geöffnet, der Junge stand in sauberen Sportklamotten vor der Sozialarbeiterin und blickte ihr keck ins Gesicht. Sein Kopf war jetzt völlig geschoren, was ihm aber ganz gut stand. Überhaupt wirkte er jetzt wie ein völlig normaler, junger Mann in seinem Alter, von Verwahrlosung und den Zeichen der Straße keine Spur mehr.

„Lässt Du mich rein?“

Dimitri öffnete demonstrativ die Tür, trat zur Seite und verfolgte sie mit seinem Blick

„Du siehst heute ganz anders aus. Hast Deine Tarnung jetzt aufgegeben und zeigst mir die Spießerkuh die du wirklich bist?“

Thaos braune Augen blickten ihn gefrustet an. Am liebsten wäre sie einfach wieder gegangen. Es würde jetzt einfach nur anstrengend für sie werden.

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sena
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Lauter Subbies und ein Dom (Geschichten aus Frankreich)

Frankreich Treffen 2014
Sechs Autoren schreiben fünf Geschichtenanfänge in fünf Minuten. Der Text wird an den Nächsten weiter gereicht. Es wird fünf Minuten geschrieben bis der eigene Text beim Ursprungsautor angekommen ist. Hier eines der Ergebnisse.

 

Ein blöder Vorschlag. Schon klar, von wem der wieder ist. Da sitzen wir hier mitten in den Vogesen gemütlich in der Runde und haben nichts Besseres zu tun, als uns krampfhaft Geschichten aus den Fingern und Köpfen zu saugen. Was soll da schon Sinnvolles bei rumkommen? Man kann doch keine Stories auf Bestellung fabrizieren, ich jedenfalls kann das nicht. Null Bock, keine Lust dazu. Ich habe auch überhaupt keine brauchbare Idee. Am besten ich schreibe irgendetwas hin und dann sollen sie sehen, wie sie damit klar kommen. Lauter passiv Aktive und ein Dom … also ich wüsste schon, was wir stattdessen …

 

Aber dieser Dom ist ein Schreibwütiger, der lässt nicht locker, wenn ihn erst einmal eine Idee gepackt hat. Wie der schon wieder guckt. Als wenn er einen mit seinem Blick röntgen will. Der scannt mich regelrecht. Würde gern wissen, was gerade in seinem Kopf vorgeht, welche schmutzige Fantasie ihn umtreibt. Was hat der nur? Ja doch, ich schreib ja schon. Kümmere du dich lieber um deine Idee, schließlich muss ich die als Nächste fortführen. Wieso starrt der mich so an? Habe ich etwas verbrochen? Hör endlich auf damit, sonst … na endlich. So war das aber nun auch wieder nicht gemeint. Der hört ja gar nicht mehr auf zu schreiben. Die fünf Minuten müssen doch längst um sein, der beginnt gleich die zweite Seite, der spinnt doch.

 

Wie viel? Noch eine Minute? Oh Gott, jetzt wird es aber höchste Eisenbahn. Was zum Teufel …? Herr, hilf mir, ich brauche eine Idee! Nur eine einzige, eine klitzekleine, bitte!

Sie verfährt sich und trifft auf einen Fremden. Nachdem sie einen Plan kaufen, verbringen beide spontan den Tag miteinander. Es kommt gegenseitiges Interesse aneinander auf.

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Su Ada Fei
4.02
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Mia - Lust und Sühne (Teil 2)

Zum ersten Teil : 
Mia - Lust und Sühne (Teil 1)

 

Am anderen Ende der Stadt, fernab von Mias Lust und Leid, schob sich Sam ungeduldig an einer alten Frau und ihrem Einkaufswagen vorbei. Mit fliegenden Mantelschößen wechselte er die Straßenseite und rettete sich knapp vor einem heranrasenden Renault und seinem wild hupenden Fahrer. Sam würdigte das heruntergekommene Gefährt und seinen wütenden gestikulierenden Lenker mit keinem Blick, dafür war er viel zu sehr in Eile. Nervös glitt seine Hand in die Manteltasche, ertaste das raue Papier eines Umschlags, den Grund für seine Hast. Heiß und kalt rann es Sam über den Rücken. Noch einmal beschleunigte er seinen Schritt, schlängelte sich zwischen einer Gruppe fröhlich tratschender Schulmädchen hindurch und hatte endlich ein kleines, wenig einladendes Bistro erreicht. Sam warf einen verstohlenen Blick über die Schulter bevor er die Tür aufzog und in das schummrige Licht des Gastraumes eintauchte. Außer einer gelangweilten Bedienung an der Theke und einem in seine Zeitung vertieften Rentner hatte sich niemand in das triste Café verirrt. Erleichtert nahm Sam an einem abgenutzten Tisch in einer Wandnische Platz und bestellte einen Espresso, der ihm kurz darauf lustlos serviert wurde.

Der Kaffee schmeckte grässlich, doch Sam bemerkte es nicht. Er hatte andere Sorgen und die lauerten in dem Kuvert, nachdem er soeben griff. Seine Geschäftsadresse stand in sauberen Druckbuchstaben auf die Vorderseite geschrieben und die Sendung war an ihn persönlich gerichtet. Alles an dem Schreiben wirkte harmlos, einzig der fehlende Hinweis auf den Absender hätte vielleicht sein Misstrauen wecken können. Aber darauf hatte Sam nicht geachtet, als er wenige Minuten zuvor, sorglos an einer Tasse nippend, seine Post an seinem Arbeitsplatz öffnete. Ahnungslos hatte er den Umschlag aufgehalten und nach der Sendung gefischt, doch bereits ein kurzer Blick auf den brisanten Inhalt hatte genügt um ihn, fadenscheinige Ausflüchte murmelnd, aus dem Büro zu treiben. Und selbst jetzt, allein in seiner düsteren Kaffeehausecke, war ihm alles andere als Wohl zumute.

Fahrig strich er sich eine dunkle Strähne aus der Stirn, während er einen Stapel Fotografien aus dem Kuvert zog. Es mochten vielleicht dreißig Aufnahmen sein, allesamt noch altmodisch mit einer Sofortbildkamera gefertigt. Die weiß gerahmten Fotos strahlten einen Hauch von Nostalgie aus und auch die Farben leuchteten in den warmen Tönen alter Familienbilder. Allerdings hatte der unbekannte Fotograf keine lachenden Kinder oder mürrisch dreinblickende Tanten auf das Celluloid gebannt, sondern die Bilderserie zeigte eine Gruppe von sechs Männern und ihre ausschweifende Orgie mit einer Frau. Die Aufnahmen waren schlecht beleuchtet, doch konnte Sam die Dunkelhaarige in ihrer Mitte trotzdem mühelos erkennen. Es war Mia, nackt, mit einer Hundeleine um den Hals und Ledermanschetten an ihren Hand- und Fußgelenken. Alle anderen waren durch Masken oder Kapuzen unkenntlich gemacht, um ihnen bei ihrem schändlichem Treiben, dass in allen schmutzigen Einzelheiten minutiös dokumentiert war, die Hemmungen zu nehmen.

Zur Übersicht aller Geschichten von: 
George Shield
5.285454
Eigene Bewertung: Keine | Durchschnitt: 5.3 (11 Bewertungen)
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